Diagnose am USZ
Die Diagnose einer Lungenentzündung beginnt in der Regel mit einer gründlichen Anamnese, bei der die medizinische Vorgeschichte der Patientin oder des Patienten besprochen wird. Dies umfasst die Symptome, deren Intensität, Lokalisation und den Zeitpunkt ihres Auftretens. Zusätzlich werden körperliche Untersuchungen durchgeführt, um erste Hinweise auf eine Lungenentzündung zu erhalten.
Weitere diagnostische Massnahmen können bildgebende Verfahren wie eine Röntgenaufnahme oder eine Computertomographie umfassen, um das Ausmass der Entzündung und mögliche Komplikationen wie Pleuraergüsse oder alternative Diagnosen zu visualisieren. Laboranalysen, einschliesslich Bluttests und Untersuchungen des Auswurfs, helfen dabei, den Erreger (bakteriell, viral oder Pilz) zu identifizieren und darauf basierend die weitere Behandlung zu planen.
Medikamentöse Behandlung der Lungenentzündung
Bakterielle Erreger von Lungenentzündungen werden mit Antibiotika behandelt. Die Therapie sollte so früh wie möglich beginnen und dauert etwa fünf bis sieben Tage. Sie geschieht meistens ambulant, das heisst, dass die Patientinnen und Patienten nach der Diagnose Lungenentzündung und dem Erhalt der Antibiotika wieder nach Hause gehen. Bei schweren Verläufen oder Komplikationen kann eine stationäre Behandlung bei uns notwendig sein.
Bei viralen Ursachen können antivirale Medikamente (Virostatika) zum Einsatz kommen. Die genaue Behandlung hängt vom Erreger ab.
Je nach vorhandenen Symptomen bekommen Patientinnen und Patienten weitere Medikamente wie etwa Hustenstiller oder Schmerzmittel verschrieben.
Stationärer Aufenthalt bei Lungenentzündung
Bei schweren Lungenentzündungen ist ein stationärer Aufenthalt bei uns nötig. Nebst der medikamentösen Behandlung können folgende unterstützende Massnahmen zur Anwendung kommen:
- Patientinnen und Patienten werden bei Atemnot mit zusätzlichem Sauerstoff unterstützt, bei sehr schweren Fällen ist möglicherweise eine Beatmung nötig
- Schmerzmittel und Fiebersenker zur Linderung der akuten Beschwerden
- Flüssigkeitszufuhr via Infusion, um den Flüssigkeitshaushalt zu stabilisieren
- Physiotherapie, da Atemübungen und leichte Bewegung die Lungenfunktion unterstützen
Ein stationärer Aufenthalt bei einer Lungenentzündung dient immer auch der Überwachung des Patienten oder der Patientin, damit frühzeitig reagiert werden kann, wenn sich der Zustand verschlechtert. Die Behandlung der Lungenentzündung kann je nach individuellem Zustand und den spezifischen Erregern variieren.