Behandlung von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

Die Therapie von Gebärmutterhalskrebs am Universitätsspital Zürich (USZ) ist hochgradig individualisiert und orientiert sich am Tumorstadium, an Risikofaktoren und an den persönlichen Umständen der Patientin. Das Behandlungskonzept wird interdisziplinär abgestimmt und basiert auf modernsten medizinischen Standards.

Die Hauptbehandlungsmethoden umfassen Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie, die oft in Kombination eingesetzt werden. Im sicheren und einfühlsamen Umfeld unserer Klinik führen wir sowohl Operationen als auch Chemotherapien durch. Unsere geschulten Cancer Care Nurses begleiten Sie als Ansprechpartner durch die einzelnen Therapieschritte.

Operationsmethoden beim Zervixkarzinom

Die Operation ist eine der primären Behandlungsmethoden für Gebärmutterhalskrebs, insbesondere in frühen Stadien der Erkrankung. Sie zielt darauf ab, den Tumor vollständig zu entfernen und die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Dabei legen wir Wert darauf, so schonend wie möglich zu operieren. Wir führen unsere Operationen minimal-invasiv und roboterunterstützt, aber auch über einen Bauchschnitt (falls nötig) durch.

Konisation und Gebärmutterentfernung

In frühen Stadien ist meist eine Operation die bevorzugte Therapie. Hierzu zählen bei sehr kleinen Tumoren die Konisation (Ausschneiden des Gebärmutterhalses) oder die einfache Gebärmutterentfernung (Hysterektomie), ggf. mit Entfernung eines Beckenlymphknotens.

Fertilitätserhaltende Operationen:

Bei Tumoren bis 2 cm und ohne Lymphknotenbefall kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Gebärmutter-erhaltende Operation (sog. Trachelektomie mit nur Entfernung des Gebärmutterhalses) erfolgen, um die Fruchtbarkeit zu erhalten.

Lymphadenektomie

Bei der Lymphadenektomie werden die Lymphknoten im Beckenbereich entfernt, da das Zervixkarzinom häufig über die Lymphbahnen streut. Damit wird eine Ausbreitung erkannt und behandelt. Wir führen dies meist als Sentinel-Verfahren durch, so dass nur sehr wenige Lymphknoten entfernt werden müssen. Manchmal findet auch eine Entfernung von Lymphknoten um die Bauchschlagader statt, um das Bestrahlungsfeld festzulegen.

Chemotherapie bei Zervixkarzinom

Die Chemotherapie wird oft in Kombination mit einer Strahlentherapie (Radiochemotherapie) eingesetzt, insbesondere bei fortgeschrittenen Stadien von Gebärmutterhalskrebs. Sie kann auch vor einer Operation (neoadjuvant) oder nach einer Operation (adjuvant) verwendet werden, um die Wirksamkeit der Behandlung zu erhöhen. Wir setzen auch Immuntherapien zur Behandlung ein. Die Chemotherapie bei Gebärmutterhalskrebs wird in unserer Klinik meist ambulant durchgeführt. Während der Therapie werden die Medikamente, die die Krebszellen abtöten oder deren Wachstum hemmen, intravenös verabreicht.

Radiochemotherapie

Die Kombination von Strahlentherapie und Chemotherapie, bekannt als Radiochemotherapie, ist eine häufige Behandlungsmethode für fortgeschrittenen Gebärmutterhalskrebs. Diese Kombination kann die Wirksamkeit der Behandlung erhöhen und das Risiko eines Rückfalls verringern. Die Behandlung kann in ausgewählten Fällen auch mit einer Immuntherapie kombiniert werden. Ebenfalls führen wir am USZ die gezielte Bestrahlung des Gebärmutterhalses (sog. Brachytherapie) durch.

Komplementärmedizin

Bei einer Behandlung am USZ profitieren Sie von zahlreichen ergänzenden Therapieangeboten. Hierzu gehören z.B. eine komplementärmedizinische Behandlung, unterstützende Sporttherapien oder psychoonkologische Unterstützung. Gerne beraten unsere geschulten Cancer Care Nurses Sie hierzu ausführlich.

Nachsorge und Rehabilitation

Die Nachsorge erfolgt am USZ engmaschig und individuell angepasst, um Rückfälle früh zu erkennen und Nebenwirkungen zu behandeln. Diese umfasst regelmässige gynäkologische Untersuchungen, die im Regelfall bei Ihrem behandelnden Frauenarzt oder Ihrer behandelnden Frauenärztin stattfinden können, jedoch nach Absprache auch im Wechsel mit uns.
Rehabilitationsprogramme können helfen, die körperliche und emotionale Gesundheit nach der Behandlung zu verbessern. Dies kann Physiotherapie, Ernährungsberatung und psychologische Unterstützung umfassen.

Verantwortliche Fachpersonen

Isabell Witzel, Prof. Dr. med.

Klinikdirektorin, Klinik für Gynäkologie

Tel. +41 44 255 52 00
Spezialgebiete: Behandlung von Brustkrebs, Gynäkologische Onkologie, Familiärer Brust- und Eierstockkrebs

Eleftherios Pierre Samartzis, Dr. med.

Oberarzt, Klinik für Gynäkologie

Tel. +41 44 255 52 04
Spezialgebiete: Gynäkologische Tumorerkrankungen (Operative und Medikamentöse Therapie), Minimal-invasive Operationen (Laparoskopie, Roboterchirurgie), Endometriose

Inessa Diomande, Dr. med.

Oberärztin, Klinik für Gynäkologie

Tel. +41 44 255 52 04
Spezialgebiete: Gynäkologische Onkologie

Für Patientinnen

Sie können sich entweder selbst anmelden oder von Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt, Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt zuweisen lassen.

Tel. +41 44 255 50 36

Montag – Freitag von 7.45 – 16.45 Uhr

Selbstanmeldung

Für Zuweisende

Universitätsspital Zürich
Klinik für Gynäkologie
Frauenklinikstrasse 10
8091 Zürich

Tel. +41 44 255 50 36
Online zuweisen

Verantwortlicher Fachbereich

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