Wie müssen Spitäler geplant werden, damit sie auch den Anforderungen von morgen gerecht werden? An der 16. Fachkonferenz «Das Spital der Zukunft» bringt das Universitätsspital Zürich seine Erfahrungen aus dem Neubauprojekt Campus MITTE1|2 in den überregionalen Fachaustausch ein.
Vom 22. bis 24. Oktober 2026 treffen sich im Schloss Beuggen in Rheinfelden Fachleute aus dem Gesundheitswesen, der Architektur und der Spitalplanung. Die Fachkonferenz «Das Spital der Zukunft» richtet sich an Personen, die an der Planung, dem Bau, dem Betrieb und der Weiterentwicklung moderner Spitäler beteiligt sind. Im Zentrum stehen aktuelle Herausforderungen, konkrete Projekte und die Frage, wie zukunftsfähige Spitäler gestaltet werden können.
Auch das Universitätsspital Zürich ist mit einem eigenen Beitrag vertreten. Dr. Claudia König, Angela Andreoletti und Sandra Wollschläger präsentieren MITTE1|2 unter dem Titel «Das Universitätsspital Zürich: Die vier Säulen des Vorgehens für den Neubau MITTE1|2».
Erfahrungen aus einem Generationenprojekt
Mit MITTE1|2 realisiert das USZ eines der bedeutendsten Spitalbauprojekte der Schweiz. An der Fachkonferenz steht jedoch nicht allein das künftige Gebäude im Mittelpunkt. Der Beitrag zeigt vor allem, wie das USZ ein Projekt dieser Grösse und Komplexität strukturiert und wie die verschiedenen Beteiligten zusammenarbeiten.
Die Präsentation führt entlang von vier Säulen durch das Projekt: Konzeption, Planung, Bestellung und Realisation. Dabei geht es unter anderem um die Fragen, wie strategische Vorgaben in konkrete Betriebs- und Raumkonzepte übersetzt werden, wie sich einheitliche Standards mit den Anforderungen unterschiedlicher medizinischer Bereiche verbinden lassen und wie die Erfahrungen der künftigen Nutzerinnen und Nutzer in die Planung einfliessen.
Anhand konkreter Beispiele geben die Referentinnen Einblick in die Zusammenarbeit zwischen der Projektorganisation, den Planungsteams sowie den künftigen Nutzerinnen und Nutzern. Sie zeigen, wie aus vielfältigen medizinischen, betrieblichen und baulichen Anforderungen tragfähige Lösungen für den späteren Spitalalltag entstehen.
Lernen über Projekt- und Landesgrenzen hinweg
MITTE1|2 ist Teil eines vielfältigen Konferenzprogramms mit Projekten und Perspektiven aus mehreren europäischen Ländern. Vorgestellt werden unter anderem Vorhaben des Luzerner Kantonsspitals, des Spitals Bülach, der Spitäler Schaffhausen, des Universitätsspitals Basel, des Inselspitals und des Wiener Gesundheitsverbunds. Ergänzt wird das Programm durch Beiträge zu Themen wie Effizienz, Bestellerkompetenz, intelligent gestalteten Prozessen und nachhaltiger Gesundheitsarchitektur.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das neue Dreiland-Klinikum in Lörrach. Im Rahmen der Konferenz besichtigen die Teilnehmenden den Neubau und setzen sich vor Ort mit dem baulichen Konzentrations- und Transformationsprozess auseinander.
Der Austausch ermöglicht es dem USZ, eigene Erfahrungen weiterzugeben und gleichzeitig neue Impulse für die weitere Arbeit aufzunehmen. Wie lösen andere Spitäler vergleichbare Aufgaben? Welche Ansätze haben sich bewährt? Und welche Erkenntnisse lassen sich daraus für die nächsten Planungsschritte gewinnen?
Wissen teilen und Zukunft gemeinsam gestalten
Der Auftritt an der Fachkonferenz macht die Erfahrungen und das Fachwissen sichtbar, die im Rahmen von MITTE1|2 aufgebaut wurden. Dahinter steht die Arbeit zahlreicher Fachpersonen aus dem Spitalbetrieb, der Projektorganisation, der Planung und weiteren Bereichen.
Die Teilnahme bietet dem USZ die Gelegenheit, diese Erkenntnisse in den Fachdiskurs einzubringen und MITTE1|2 über Zürich hinaus bekannt zu machen. Gleichzeitig zeigt sie: Das Spital der Zukunft entsteht nicht durch Architektur allein. Es entsteht dort, wo medizinische Anforderungen, betriebliche Abläufe, die Bedürfnisse der Menschen und eine vorausschauende Planung zusammengeführt werden.