Die wichtigste Nebenwirkung betrifft Frauen: Isotretinoin führt bei einer Schwangerschaft zu einer Schädigung des ungeborenen Kindes. Frauen dürfen das Medikament nur einnehmen, wenn vor der Behandlung ein medizinisch überwachter Schwangerschaftstest durchgeführt wurde und wenn sie gleichzeitig mit der Behandlung eine wirksame Empfängnisverhütung betreiben. Als wirksame Verhütungsmethoden gelten die Pille, die Spirale mit gleichzeitiger Anwendung von Kondomen sowie die chirurgische Sterilisation. Kondomgebrauch alleine genügt nicht! Die Verhütung müssen Sie mindestens zwei Monate über das Ende der Therapie weiterführen. Nachher können Sie wieder ohne Gefahr schwanger werden. Wenn Sie während der Behandlung mit Isotretinoin schwanger werden, muss ein Schwangerschaftsabbruch erwogen werden.
Für Männer hat die Einnahme von Isotretinoin keine nachteiligen Wirkungen auf die Fruchtbarkeit oder auf ein gezeugtes Kind. Bei fast allen Patienten, die Isotretinoin einnehmen, treten unangenehme, aber an sich ungefährliche Nebenwirkungen auf wie trockene Lippen, trockene Haut, trockene Nasenschleimhaut und trockene Augen, was bei Kontaktlinsenträgern besonders störend sein kann. Diese Nebenwirkungen können durch die Anwendung von Lippenpomade, Feuchtigkeitslotionen, Nasensalbe und Augentropfen gemildert werden. Zudem werden Sie etwas empfindlicher auf Sonnenlicht und müssen sich entsprechend schützen.
Gelegentlich zeigen sich unter der Behandlung mit Isotretinoin Erhöhungen der Blutfettwerte (Cholesterin usw.) sowie der Leberwerte, die sich nach Therapieende wieder normalisieren. Zu Beginn der Behandlung müssen diese Werte deshalb alle vier bis sechs Wochen mit einer Blutentnahme kontrolliert werden.
Seltenere Nebenwirkungen sind Nasenbluten, leichter Haarausfall und Gelenks- und Muskelbeschwerden. Diese Nebenwirkungen sollten Sie dem behandelnden Arzt melden.