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Brustkrebs Zelle für Zelle verstehen

Zum Brustkrebsmonat Oktober: Forschende der Universität Zürich um Bernd Bodenmiller haben Brusttumoren Zelle für Zelle kartiert. Daraus ist eine neue Einteilung in fünf Gruppen entstanden, die künftig bei der Wahl der passenden Therapie helfen könnte.

In der Pathologie beurteilt man Brusttumoren seit Jahrzehnten anhand weniger Merkmale. Das Team um Bodenmiller machte dagegen 35 Eiweisse gleichzeitig sichtbar, und zwar in jeder einzelnen Zelle. So entstand eine Art Landkarte des Tumors. Sie zeigt, dass für den Krankheitsverlauf nicht nur zählt, welche Zellen vorkommen, sondern auch, wer neben wem liegt. Ungünstig verlief die Krankheit etwa, wenn stammzellähnliche Krebszellen überwogen. Günstig war es dagegen, wenn Killer-T-Zellen direkt an die Krebszellen herankamen. Die fünf Gruppen überprüften die Forschenden anhand der Daten von 3’737 Patientinnen.

Bis die Einteilung im Spitalalltag ankommt, braucht es noch weitere Studien. Erste Schritte sind gemacht: Im Zürcher Precision Oncology Program wird geprüft, ob die Technik bei der Wahl der Behandlung helfen kann. Mehr dazu lesen Sie im ausführlichen Beitrag des Comprehensive Cancer Center Zürich.

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