Anpassung, Hör- und Sprachtraining
Der Erfolg einer Cochlea-Implantat-Versorgung hängt nicht nur von der Operation ab. Entscheidend sind ebenso die Anpassung des Soundprozessors sowie das regelmässige Hör- und Sprachtraining.
Nach der Erstanpassung erfolgen wiederholte Kontrollen im CI-Zentrum Zürich, um die Einstellungen des Prozessors individuell zu optimieren und um die Akzeptanz an das neue Hören zu ermöglichen, da das Hören mit einem CI zu Beginn nicht mit dem normalen Gehör zu vergleichen ist und erlernt werden muss.
Bei Kindern ist eine enge Zusammenarbeit zwischen:
- Eltern
- Audiopädagoginnen und Audiopädagogen
- Therapeutinnen und Therapeuten
- Lehrpersonen
- behandelnden Fachpersonen
besonders wichtig:
Durch gezielte Förderung entwickeln Kinder ihre Hör-, Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten und können verschiedene Bildungswege einschlagen, welche abhängig vom Hörerfolg und zusätzlichen Begleiterkrankungen bzw. Syndromen sind.
Erwachsene benötigen häufig eine individuelle Eingewöhnungsphase, bis Sprache wieder gut verstanden werden kann.
Ein regelmässiges Hörtraining unterstützt:
- das Sprachverstehen
- die Wahrnehmung von Geräuschen und Klängen
- die Kommunikation im Alltag
- das Telefonieren
- die Nutzung technischer Hilfsmittel
Das Hörtraining wird in der Regel bei spezialisierten Audioagoginnen oder Audioagogen wohnortnah durchgeführt. Das Hörtraining wird zusammen mit dem CI-Prozessor beim Kostenträger (IV/Versicherung) beantragt. Aufgrund der direkten Bluetooth-Anbindung des Prozessors an ein Mobiltelefon/Tablet/PC ist auch zuhause ein Hörtraining durch Rehabilitations-Apps möglich.