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Fachartikel

Neue Leitung der Interventionellen Pneumologie

04. Februar 2022

Seit Januar leitet Frau Dr. Carolin Steinack das interventionelle Lungenzentrum der Pneumologie. Im Interview gibt die neue Leiterin Einblick in ihre Pläne für das Zentrum.

Frau Steinack, Sie haben vor Kurzem das Ruder von Herrn PD Dr. Daniel Franzen übernommen. Welche Pläne verfolgen Sie für das interventionelle Lungenzentrum der Pneumologie?

Ich möchte insbesondere neue Verfahren in der interventionellen Pneumologie vorantreiben. Dabei setzten wir zwei Schwerpunkte. Erstens wollen wir die Diagnostik von Lungenknötchen präzisieren. Dies zum einen mithilfe der Kryobiopsie, welche uns erlaubt, grössere Biopsien zu gewinnen als mit der Zangentechnik, zum anderen mithilfe der Navigations-Bronchoskopie, die uns ermöglicht periphere Lungenknötchen zu diagnostizieren. Das ist insbesondere wichtig, da durch die Einführung eines Lungentumorscreenings mehr Lungenknötchen bei asymptomatischen Patientinnen und Patienten entdeckt werden und eine präzise Diagnostik minimal invasiv mittels Bronchoskopie gefordert ist. Zweitens verfolgen wir die frühe Diagnostik von Organabstossungen nach einer Lungentransplantation durch den Einsatz der endoskopischen Kryobiopsie. Dadurch können wir bereits vorzeitig erkennen, ob das Organ abgestossen wird, bevor die Lungenfunktion abfällt.

Sie sind seit 2018 in der Pneumologie tätig. Was reizt sie an der neuen Aufgabe als Leiterin des interventionellen Lungenzentrums?

Die Interventionelle Pneumologie ist ein Bereich mit vielen innovativen Diagnostikansätzen. Beispielsweise die Navigations-Bronchoskopie, bei der künftig die roboterassistierte Navigation eine wichtige Rolle spielen wird. Spannend sind auch die innovativen Therapiemöglichkeiten bei der Lungenvolumenreduktion bei Patientinnen und Patienten mit einer Raucherlunge und einem fortgeschrittenen Lungenemphysem. Hier wird es künftig allenfalls mehr endoskopische Möglichkeiten geben, das Lungenvolumen zu reduzieren.

Auch die enge Zusammenarbeit im Team sowie der interdisziplinäre Austausch mit Kolleginnen und Kollegen ist sehr wichtig, um den Patientinnen und Patienten eine optimale Therapie anbieten zu können. Zu guter Letzt interessieren mich auch die internationalen Forschungsprojekte, an denen wir uns insbesondere im Bereich der Lungenvolumenreduktion beteiligen.

Was ist Ihnen im Umgang mit Patientinnen und Patienten wichtig?

Wichtig ist mir, dass man auf jede Patientin und jeden Patienten individuell eingeht. Nur so ist eine optimale medizinische Betreuung möglich. Hier spielen natürlich die zuweisenden Ärztinnen und Ärzte eine zentrale Rolle. Der enge Kontakt zu ihnen ist für die Behandlung eine Grundvoraussetzung. Zudem haben wir den Vorteil, dass wir interdisziplinär mit hochspezialisierten Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten. Dadurch bieten wir unseren Patientinnen und Patienten individuell zugeschnittene Therapiemöglichkeiten.

Haben Sie Fragen an Frau Dr. Steinack?

Wir laden Sie herzlich ein, sich mit uns auszutauschen. Haben Sie eine offene Frage oder wünschen weitere Informationen? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Carolin Steinack, Dr. med.

Oberärztin meV, Klinik für Pneumologie
Vertreterin: Lunge, Transplantationszentrum

Spezialgebiete: Interventionelle Bronchologie , Bronchoskopische Emphysembehandlung, Lungenkrebs
Tel. +41 44 255 38 28

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