Dialysezugangs-Chirurgie

Die Dialyse (Blutwäsche) ist ein lebensnotwendiges Nierenersatzverfahren, das Schadstoffe und überschüssiges Wasser aus dem Blut entfernt.

Überblick

Um einen ausreichend hohen Blutfluss für die Blutwäsche herzustellen, wird eine künstliche Verbindung zwischen einer Vene und einer Schlagader (Arterie) geschaffen. Man unterscheidet zwei Arten: Die direkte Verbindung zwischen Arterie und Vene (nativer Shunt) und die Verbindung über eine Kunststoff-Prothese (siehe Abbildung).

Ein frisch angelegter Dialysezugang benötigt in der Regel etwas Zeit, um zu reifen; ein künstlicher Shunt braucht Zeit, um fest einzuwachsen. Daher sollte die Operation möglichst mehrere Monate vor Beginn der Dialyse durchgeführt werden.

Illustration von einem nativen und Prothese-Shunt

Arterio-venöse (A-V) Fistel (nativer Shunt)

Die A-V Fistel ist eine chirurgisch geschaffene Kurzschlussverbindung zwischen Arterie und Vene. Nach etwa vier bis sechs Wochen passt sich die Vene an den erhöhten Blutfluss und -druck an (Reifung).

Kunststoff-Prothese

Bei ungünstigen Venenverhältnissen setzt man eine Kunststoff-Prothese als Verbindung zwischen Arterie und Vene ein. Schon nach etwa zwei Wochen kann dieser Shunt für die Dialyse genutzt werden.

Ablauf der Operation

Vorbereitung

Wenn Ihre Nephrologin oder Nephrologe die Notwendigkeit für eine Dialyse festgestellt hat, wird in einem ambulanten Erstgespräch der klinische Status der Gefässe umfassend erhoben und der passgenaue Dialysezugang zusammen mit Ihnen evaluiert. Die Blutentnahme sollte dann nicht mehr über das zukünftige Shunt-Gefäss erfolgen, um es vor Gefässwandverletzungen zu schützen. Schon circa zwölf Wochen vor der Operation sollte das Dialyse-Shunt-Training starten.

Operation

Die Operation wird von einem erfahrenen Fachteam durchgeführt. Je nach medizinischer Situation, kann der Eingriff ambulant oder mit einem kurzen stationären Aufenthalt erfolgen. In den meisten Fällen reicht eine örtliche Betäubung aus.

Nachsorge

Nach der Operation folgen Nachsorgetermine. Dabei unterstützt Sie Ihre Nephrologin oder Nephrologe und das Behandlungsteam bei der Weiterführung des Dialyse-Shunt-Trainings und bei der richtigen Pflege Ihres Dialysezugangs.

Weitere Leistungen

  • Anlage von Dialysekathetern
  • Kontrolle von Dialyse-Shunts bei Problemen
  • Operative Korrekturen bei Fehlfunktionen
  • Gefässdarstellung unter Verwendung von CO2 als Kontrastmittel, das heisst ohne Nieren-belastende herkömmliche Kontrastmittel

Material für Patienten, Patientinnen und Zuweisende

Ansprechpartner

Peteris Ligers

Oberarzt, Klinik für Gefässchirurgie

Tel. +41 44 255 20 39
Spezialgebiete: Dialyse-Shuntchirurgie, Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit

Für Patientinnen und Patienten

Sie können sich als Patientin oder Patient auch direkt zu einer Erstkonsultation anmelden. Idealerweise lassen Sie sich bitte durch Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt oder Ihre Spezialistin/Ihren Spezialisten an uns zuweisen. Patientinnen und Patienten, die in einem Hausarztmodell versichert sind, können sich leider nicht selber zuweisen.

Selbstanmeldung

Für Zuweisende

Weisen Sie Ihre Patientin oder Ihren Patienten einfach online zu.

 

Universitätsspital Zürich
Klinik für Gefässchirurgie
Rämistrasse 100
8091 Zürich

Tel. +41 44 255 20 39
Online zuweisen

Verantwortlicher Fachbereich