Gruppentherapie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Eine Herzerkrankung berührt weit mehr als den Körper: Verletzlichkeit, Kontrollverlust und existenzielle Fragen können das seelische Gleichgewicht nachhaltig erschüttern. Die gruppenanalytische Therapie bietet einen sicheren Rahmen, in dem das Erlebte, innere Konflikte und Beziehungsdynamiken gemeinsam verstanden und bearbeitet werden können.

Beschreibung der Gruppentherapie

Eine Herz-Kreislauf-Erkrankung bedeutet oft mehr als eine körperliche Einschränkung und kann mit erheblichen psychischen Belastungen einhergehen. Neben Ängsten, Unsicherheit und Kontrollverlust werden häufig auch Fragen nach Verletzlichkeit, Abhängigkeit und der eigenen Lebensperspektive berührt.

Die Gruppentherapie bietet einen geschützten Raum, in dem diese Erfahrungen gemeinsam bearbeitet werden können. Neben dem Austausch mit anderen Betroffenen steht insbesondere das gemeinsame Verstehen eigener Erfahrungen, Gefühle und Beziehungsmuster im Vordergrund.

Im gruppenanalytischen Ansatz wird davon ausgegangen, dass sich innere Konflikte und Beziehungserfahrungen auch im Miteinander der Gruppe zeigen. Diese können im Hier-und-Jetzt wahrgenommen, reflektiert und schrittweise verändert werden.

Aufbau und Arbeitsweise

Die Gruppe wird halb-offen geführt (slow-open); neue Teilnehmende können nach einem Vorgespräch jederzeit aufgenommen werden, während die Gruppe als Ganzes kontinuierlich weiterbesteht. Dies ermöglicht Stabilität durch langfristige Beziehungen bei gleichzeitiger Dynamik durch neue Mitglieder.

Ausgangspunkt der gemeinsamen Arbeit ist die Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die Gruppe ist jedoch nicht auf herzbezogene Themen beschränkt, sondern bezieht bewusst alle damit verbundenen persönlichen Lebens- und Problembereiche mit ein. Die Themen der Gruppentherapie werden nicht vorgegeben; sie entstehen aus dem aktuellen Gruppengeschehen.

Typische Themen sind unter anderem:

  • Krankheitsverarbeitung und Umgang mit der Erkrankung
  • Kontrollverlust und Umgang mit Abhängigkeit
  • Kränkungserleben und Selbstwertthemen
  • Scham und Umgang mit Verletzlichkeit
  • existenzielle Ängste, z. B. Angst vor erneuter Erkrankung oder Tod

Indikation

Die Gruppe richtet sich an Patientinnen und Patienten mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung und damit verbundenen psychischen Belastungen und Problemen.

Ein Vorgespräch ist Voraussetzung für die Teilnahme.

Die Teilnahme ist fortlaufend möglich; die maximale Teilnahmedauer beträgt ein Jahr.

Ort

Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik des Universitätsspitals Zürich
Culmannstrasse 8, 8091 Zürich

Zeit

Wöchentlich montags, 15:30 Uhr
Maximal 8 Teilnehmende

Abrechnung

Die Gruppentherapie erfolgt im Rahmen der Grundversicherung.

Leitung

Martin Georg Fillinger, Dr. rer. nat.

Psychologe, Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik

Tel. +41 44 255 97 00

Lena Jellestad, PD Dr. med.

Leitende Oberärztin, Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik

Tel. +41 44 255 97 00
Spezialgebiete: Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie, Psychokardiologie; Psychoonkologie, Chronische Schmerzen

Für Patientinnen und Patienten

Anmeldung: schriftlich durch die behandelnde Ärztin bzw. den behandelnden Arzt oder die behandelnde Psychotherapeutin bzw. den behandelnden Psychotherapeuten

Für Zuweisende

Universitätsspital Zürich
Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik
Culmannstrasse 8
8091 Zürich

Tel. +41 44 255 52 80
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