Unsere Spezialsprechstunde am Universitätsspital Zürich bietet Ihnen eine umfassende Diagnostik und individuelle Behandlung – auch bei komplexen Verläufen.
Für wen ist die Sprechstunde geeignet?
Wir betreuen Patientinnen und Patienten mit:
- unklaren oder neu festgestellten Bronchiektasen
- häufigen oder schwer behandelbaren Atemwegsinfektionen
- chronischer bakterieller Besiedlung der Atemwege
- nicht-tuberkulösen Mykobakterien (NTM)
- Verdacht auf primäre ziliäre Dyskinesie (PCD)
- Bronchiektasen bei zystischer Fibrose (CF)
- Bronchiektasen im Zusammenhang mit Immundefekten, Autoimmunerkrankungen oder nach Lungentransplantation
Spezialisierte Diagnostik
Eine gezielte Ursachenabklärung ist entscheidend – denn viele Grunderkrankungen, die Bronchiektasen auslösen, lassen sich spezifisch behandeln. Unser diagnostisches Angebot umfasst:
- Erweiterte mikrobiologische Diagnostik
- Abklärung von Immundefekten in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Immunologie
- Untersuchung auf nicht-tuberkulöse Mykobakterien (NTM)
- Diagnostik der allergischen bronchopulmonalen Aspergillose (ABPA)
- Genetische und funktionelle Abklärung bei Verdacht auf primäre ziliäre Dyskinesie (PCD)
Nasal Brushing bei Verdacht auf primäre ziliäre Dyskinesie
Wenn wir bei Ihnen den Verdacht auf eine primäre ziliäre Dyskinesie haben, führen wir ein sogenanntes Nasal Brushing durch. Dabei entnehmen wir Zellen der Nasenschleimhaut, um Aufbau und Funktion der Flimmerhärchen gezielt zu untersuchen. Diese Analyse erfolgt in enger Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Partnerlabor in Bern und ist ein wichtiger Bestandteil der PCD-Diagnostik.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache und dem Schweregrad Ihrer Erkrankung. Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Therapieplan. Unsere Schwerpunkte sind:
- Optimierung der Atemwegsreinigung und Inhalationstherapie
- Behandlung chronischer Infektionen der Atemwege
- Eradikations- und Langzeittherapien bei ausgewählten Erregern
- Betreuung von Patientinnen und Patienten mit NTM-Erkrankungen, in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Klinik für Infektiologie
- Enge Zusammenarbeit mit Physiotherapie, Infektiologie, Immunologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Humangenetik
- Begleitung komplexer Verläufe bis hin zur Evaluation für eine Lungentransplantation
Was Sie selbst tun können
Neben der medizinischen Behandlung können Sie selbst viel dazu beitragen, Ihre Beschwerden zu lindern und Infektionen vorzubeugen:
- Atemphysiotherapie: Regelmässige Atemübungen helfen, Sekret zu lösen und die Lunge zu entlasten.
- Impfschutz: Lassen Sie sich gegen Grippe und Pneumokokken impfen – das senkt das Risiko schwerer Infektionen.
- Rauchfreiheit: Verzichten Sie vollständig auf das Rauchen und meiden Sie Passivrauchumgebungen.
- Bewegung: Regelmässige körperliche Aktivität stärkt Ihr Immunsystem und Ihre Atemmuskulatur.
Frühzeitig handeln: Nehmen Sie bei Zeichen einer Infektion (vermehrter Auswurf, Verfärbung, Fieber) frühzeitig Kontakt zu uns auf