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Enddarm-Vorfall Therapie

In der Regel werden Enddarm-Vorfälle operiert. Bei Kindern ist eine OP meist nicht nötig. Hier genügt eine konsequente Behandlung der Grunderkrankung (etwa Mukoviszidose).

Ursachen und Einteilung

Die Ursachen für den Enddarm-Vorfall (Rektumprolaps) sind nicht klar. Es wird vermutet, dass eine Fixationsschwäche des Enddarms im Bereiche des Beckens zum Prolaps führt. Im Weiteren kann bei den meisten Patienten und Patientinnen mit Rektumprolaps eine chronische Verstopfung oder ein chronischer Durchfall diagnostiziert werden. Der Rektumprolaps wird klinisch wie folgt eingeteilt:

Grad I

unsichtbare, innere Einstülpung (Intussuszeption)

Grad II

sichtbarer, äusserer Prolaps mit spontaner Reposition

Grad III

sichtbarer, äusserer Prolaps, manuelle Reposition nötig

Grad IV

Reposition nicht möglich

Behandlung eines inneren Enddarm-Vorfalls

Die chirurgische Behandlung eines Enddarm-Vorfalls ersten Grades (innerer Enddarm-Vorfall) hängt ab von den Symptomen und dem Schweregrad des Vorfalls. Tritt ein Enddarm-Vorfall nur beim starken Pressen oder bei Anstrengung auf, wird dieser minimal-invasiv mit einer Klammernahtmethode (STARR-Operation) behoben. Diese minimalinvasive Operation kann auch bei einem kleinen Prolaps durchgeführt werden. In der Regel ist ein zwei- bis dreitägiger stationärer Spitalaufenthalt sinnvoll.

Behandlung eines äusseren Enddarm-Vorfalls

Bei einem äusseren Enddarm-Vorfall stehen ebenfalls verschiedene minimal-invasive Verfahren zur Verfügung. Die Wahl des OP-Verfahrens hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Allgemeinzustand des Betroffenen, Alter, Begleiterkrankungen und dem Kontinzenz-Status. Begleitend kommen Ernährungstherapien zur Stuhlregulation in Frage. Die Standardoperationen für Enddarm-Vorfälle höheren Grades sind folgende:

  • Operation über eine Bauchspiegelung (laparoskopische Resektionsrektopexie, mit Entfernung eines Darmteils),
  • Operation über einen Bauchschnitt (konventionelle Resektionsrektopexie, ohne Entfernung eines Darmteils),
  • Operation über den After nach Rehn-Delorme,
  • Operation über den After nach Atlemeier.

Verantwortliche Fachpersonen

Matthias Turina, Prof. Dr. med.

Leitender Arzt, Stv. Klinikdirektor (Lehre), Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie
Leiter Kolorektale und Proktologische Chirurgie, Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie
Stv. Leiter Darmtumorzentrum, Comprehensive Cancer Center Zürich

Spezialgebiete: Kolorektale und Proktologische Chirurgie
Tel. +41 44 255 23 89

Daniela Cabalzar-Wondberg, Dr. med.

Oberärztin, Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie

Spezialgebiete: Kolorektale und Proktologische Chirurgie
Tel. +41 44 255 23 89

Andreas Rickenbacher, Dr. med.

Oberarzt meV, Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie
Programm Direktor & Leiter Steuerungsgruppe Common Trunk

Spezialgebiete: Kolorektale und Proktologische Chirurgie
Tel. +41 44 255 23 89

Heike Simmack

Clinical Nurse, Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie

Spezialgebiete: Kolorektale Chirurgie und Proktologie
Tel. +41 44 255 92 88

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