Drei Personen mit Rucksack lachen in Kamera

News aus dem Fachbereich

Podcast USZ direkt – Mit einem Spenderorgan auf Gipfelkurs (Teil 1 und Teil 2)

In einer zweiteiligen Podcast-Serie erzählen Corinne Aeschbacher und Marco Witzig, wie eine Organtransplantation ihr Leben rettete und ihnen neue Perspektiven eröffnete. Was als letzte Hoffnung begann, führte sie schliesslich bis auf den höchsten Berg Südamerikas.

Corinne Aeschbacher erkrankte an Leberkrebs. Marco Witzig litt an einer Sarkoidose und konnte kaum mehr atmen. Für zwei Stockwerke benötigte er trotz Sauerstoffgerät 20 Minuten. Ohne ein Spenderorgan hätten beide wohl nicht überlebt. Nach ihrer Transplantation fanden sie nicht nur zurück ins Leben, sondern wuchsen weit über sich hinaus.

Teil 1 – Die Forschungsexpedition

Anfang Jahr nahmen Corinne Aeschbacher und Marco Witzig an einer Forschungsexpedition auf den Aconcagua teil, den höchsten Berg Südamerikas. Für Corinne war der Aufstieg mehr als eine sportliche Herausforderung: „Für mich war es wichtig, den Organspender auf diese Reise mitzunehmen. Ich hatte die Person in meinen Gedanken und in meinem Herzen dabei.“

Auch für Marco war die Expedition etwas ganz Besonderes. Nach Jahren schwerer Krankheit hätte er nie gedacht, noch einmal zu einer solchen Leistung fähig zu sein. „Da oben zu stehen, bedeutete für mich einfach nur Freiheit, Zufriedenheit und Glücksgefühle.“

Begleitet wurden die beiden von Matthias Hilty, Spezialist für Intensivmedizin am USZ. Die Expedition war Teil eines Forschungsprojekts zur Anpassung des Körpers an Sauerstoffmangel in grossen Höhen. „Eine solche Leistung nach einer Transplantation ist beeindruckend. Zu sehen, was nur wenige Jahre nach einer schweren, lebensbedrohlichen Krankheitsphase wieder möglich ist, berührt mich auch emotional“, sagt Hilty.

Teil 2 – Von der Krankheit zur Transplantation

In der zweiten Episode erzählen Corinne Aeschbacher und Marco Witzig ihre persönlichen Geschichten. So unterschiedlich ihre Krankheitsverläufe auch waren, ihr Schicksal verbindet sie: Beide erkrankten schwer und erhielten am Universitätsspital Zürich ein lebensrettendes Spenderorgan.

Während sich Marcos Lungenerkrankung über Jahre hinweg schleichend verschlechterte und ihn schliesslich an den Rand des Lebens brachte, entwickelte sich Corinnes Krankheitsverlauf nach einer Tumoroperation und schweren Komplikationen innerhalb weniger Monate dramatisch. „Für beide wurde die Transplantation zur einzigen Überlebenschance“, sagt Matthias Hilty, Leitender Arzt am Institut für Intensivmedizin des Universitätsspitals Zürich und Netzwerkleiter der Donor Care Association im Bereich Organspende. „Ihre Geschichten zeigen eindrücklich, dass eine Organtransplantation nicht nur Leben rettet, sondern auch neue Lebensqualität schenken kann. “

Alle Podcast-Episoden

Verantwortlicher Fachbereich