In unserem Brustzentrum stehen Sie im Mittelpunkt: Von der ersten Abklärung bis zur Nachsorge begleitet Sie ein erfahrenes Team einfühlsam und kompetent – für Sicherheit, Vertrauen und die bestmögliche Behandlung unter einem Dach. Die Klinikdirektorin Isabell Witzel im Interview.
Am USZ gibt es ein Brustzentrum. Was ist darunter zu verstehen?
Wir sind ein zertifiziertes Kompetenzzentrum mit einem interdisziplinären Team. Das heisst, bei uns arbeiten Personen verschiedener Fachrichtungen eng zusammen und bündeln ihr unterschiedliches Wissen zu Brustkrebs oder andern Brusterkrankungen. In der Brustsprechstunde können Patientinnen und Patienten sich informieren und von uns beraten lassen. Wir führen Untersuchungen durch, behandeln und kümmern uns um die Nachsorge, wenn die Therapie abgeschlossen ist. Eine solche «Rundumbetreuung» aus einer Hand ist hier am USZ möglich und für die Patientinnen sehr erleichternd und gewinnbringend.
Welche Vorteile bietet das Brustzentrum?
Weil unterschiedliche Fachbereiche eng und koordiniert zusammenarbeiten, können Patientinnen schnell untersucht werden. Lange Wartezeiten und lange Wege fallen weg, weil alles unter einem Dach stattfindet. Zudem haben wir die neusten Untersuchungsgeräte im Haus. Zum Beispiel das Mamma-CT. Mit dieser Methode ist das Röntgen der Brust ohne Druck möglich und für die Patientinnen viel angenehmer als die herkömmliche Mammographie. In der Schweiz ist diese Untersuchung nur am USZ möglich.
Wie sieht ein möglicher Ablauf im Brustzentrum aus?
Ich mache ein Beispiel: Nehmen wir eine Frau, die unter dem Duschen eine Verhärtung in ihrer Brust spürt. Sie ist verunsichert und wendet sich telefonisch an das Brustzentrum des USZ. Innerhalb weniger Tage erhält die Frau einen Termin in unserer Sprechstunde zur Abklärung. Mithilfe von modernen und schonenden Geräten werden im Brustzentrum Bilder der Brust erstellt. Wenn eine Behandlung nötig ist, setzen sich Ärztinnen und Ärzte aus verschiedenen Fachgebieten im sogenannten Tumorboard zusammen. Radiologen (Bildgebung), Frauenärztinnen (Gynäkologie) und Krebsmediziner (Onkologie und Radio-Onkologie) entscheiden, welche Therapie bei der Patientin am besten wirkt und sinnvoll ist. Braucht es Medikamente, sind eine Bestrahlung oder eine Operation nötig? Ist es eine Kombination? Und wenn ja, in welcher Reihenfolge? Durch diesen Austausch und das Zusammenspiel verschiedener Fachbereiche erhält bei uns jede Patientin den exakt auf sie zugeschnittenen Behandlungsplan, der je nach ihren Bedürfnissen immer wieder schnell angepasst werden kann.