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Fortbildung: Update Pränatalmedizin

Mit dieser Fortbildung wollen wir Ihnen die praxisrelevanten Highlights der Pränatalmedizin zusammenfassen, aber auch einen Ausblick auf die Zukunft geben. Wir sind nicht am Ende der Entwicklung, sondern am Beginn neuer Herausforderungen, die es in der Geburtsmedizin anzupacken gilt. Die Pränatalmedizin ist erwachsen geworden.

Standort

Universitätsspital Zürich
Hörsaal NORD1

2G-Covid-19-Zertifikat zwingend
Alternativ Live-Streaming via Zoom

Datum

27.01.2022

Uhrzeit

15.00 - 18.00 Uhr

Credits

3 Credits als Kernfortbildung SGGG

Die Lancet-Publikation von Ian Donald am 8. Juli 1958 markiert die
Geburt der Pränatalmedizin. Die dort publizierte US-Darstellung des Ungeborenen war bereits 20 Jahre später in den klinischen Alltag integriert und ist seither fester Bestandteil der klinischen Schwangerenvorsorge. Die wissenschaftliche Entwicklung konzentrierte sich zunächst auf die Biometrie des Feten zur Gewichtsschätzung und Festlegung des Gestationsalters. Daneben hat die Entwicklung der Dopplersonographie eine funktionelle Diagnostik des Feten und seines kardiovaskulären Systems ermöglicht. Die verbesserte B-Bilddarstellung und die Entwicklung der 3D-Sonographie haben die detaillierte Diagnostik von fetalen Erkrankungen eröffnet und uns vorgeburtlich vor neue klinische Entscheidungssituationen gestellt. Dies wird gegenwärtig akzentuiert durch die rasanten Fortschritte der genetischen Diagnostik. Von der Erstbeschreibung der fetalen Karyotypisierung aus Fruchtwasserzellen zur molekulargenetischen Diagnostik fetaler Einzelgen-Erkrankungen hat es knapp 30 Jahre gedauert. Die Entwicklung diagnostischer Möglichkeiten war jedoch begleitet von dem Bemühen, therapeutische Optionen für den Feten zu entwickeln. Die grösste Herausforderung war dabei, einen kranken Feten in einer gesunden Schwangeren behandeln zu müssen. Ferner mussten Strukturen etabliert werden, um die pränatalen Befunde mit den verschiedensten Fachdisziplinen der Kinderheilkunde abzusprechen und postpartale Therapiepläne für das Kind gemeinsam mit den Eltern zu entwickeln.

Wissenschaftliche Leitung

Programm

15.00 Uhr

  • Einleitung
    Josef Wisser
  • Fetale Biometrie – Von der Gestationsaltersicherung zur Gewichtsschätzung
    Juozas Kurmanavicious
  • Fetale Echokardiographie im Wandel der Zeit
    Rabih Chaoui
  • Dopplersonographie des Feten – Hämodynamische Evaluation des Feten
    Tilo Burkhardt
  • 3D/4D-Ultraschall – Der Weg zur Syndromdiagnostik 
    am Beispiel der Gesichtsdysmorphologien
    Eberhard Merz

Pause

  • Molekulargenetische Diagnostik – Warum ist der interdisziplinäre Dialog wichtig
    Anita Rauch
  • Fetale Fehlbildungen – Was sind die Konsequenzen für das klinische Vorgehen
    Josef Wisser
  • Postpartale Therapie kongenitaler Herzfehlbildungen – Bedeutung der präoperativen Abklärung für das Outcome
    Robert Cesnjevar

18.00 Uhr

Ende der Fortbildung

Teilnahme & Podcast

Live-Veranstaltung vor Ort mit maximal 120 Teilnehmenden. 2G-COVID-Zertifikat zwingend.

Alternativ Live-Streaming via Zoom über gynelearning.ch bzw. die gynelearning-App oder zeitversetztes Streaming des Podcasts.

Die Veranstaltung wird im Hörsaal NORD1 des Universitätsspitals Zürich aufgezeichnet und steht ab dem 31.01.2022 unter www.gynelearning.ch kostenlos zur Verfügung. Das kostenlose Login können Sie auf der Webseite beantragen.

Organisation

Prof. Dr. med. Josef Wisser
Leiter Pränataldiagnostik
Klinik für Geburtshilfe
Universitätsspital Zürich

Verantwortlicher Fachbereich

Klinik für Geburtshilfe