Advance Care Planning (ACP) für Ärztinnen und Ärzte

Der Kurs vermittelt Ärztinnen und Ärzten die nötigen Kompetenzen, um Gespräche zur Vorausplanung medizinischer Behandlungen strukturiert, wertschätzend und patientenzentriert zu führen. Die Teilnehmenden lernen, wie sie Patientinnen, Patienten und Angehörige dabei unterstützen können, Behandlungsmöglichkeiten, Werte und Präferenzen zu klären – insbesondere in komplexen oder prognostisch unsicheren Situationen. Im Simulationszentrum üben sie diese anspruchsvollen Gespräche realitätsnah und erhalten direktes, präzises Feedback.

Kursübersicht

Advance Care Planning und Shared Decision Making (SDM) sind zentrale Bestandteil qualitativ hochwertiger, personenzentrierter Versorgung. Gute ACP-Gespräche reduzieren Unsicherheiten, stärken die Selbstbestimmung und verbessern den Behandlungsverlauf für Patientinnen, Patienten und Familien – und sie entlasten das Behandlungsteam.

Im Kurs profitieren Sie von:

  • Realitätsnahen Gesprächssimulationen mit geschulten Schauspielpersonen
  • Strukturierten Gesprächsleitfäden und klaren Kommunikationsstrategien für unterschiedliche klinische Situationen
  • Sicherem, geschütztem Übungsraum, um schwierige Themen wie Prognose, Therapieziele und Prioritäten zu navigieren
  • Individuellem, professionsübergreifendem Feedback von Experten und Expertinnen aus Medizin, Pflege und Kommunikation
  • Praktischen Tools, die unmittelbar in den klinischen Alltag übertragbar sind

Klare, vorausschauende Gespräche sind in einer zunehmend komplexen Versorgung unverzichtbar – für Patientinnen, Patienten, Angehörige und Teams. Gute ACP-Kommunikation ist nicht intuitiv, sondern will erlernt, geübt und reflektiert werden.

Lernziele

Einige Aspekte von Advance Care Planning für Ärztinnen und Ärzte umfassen:

  1. Kommunikation: Ärztinnen und Ärzte sollten aktiv mit ihren Patientinnen und Patienten kommunizieren, um ihre Werte, Prioritäten und Präferenzen im Zusammenhang mit medizinischen Entscheidungen zu verstehen. Dies erfordert häufig einfühlsame Gespräche über end-of-life-Themen.
  2. Dokumentation: Es ist wichtig, die Ergebnisse dieser Gespräche in den medizinischen Aufzeichnungen des Patienten zu dokumentieren. Dies kann dazu beitragen, sicherzustellen, dass die medizinischen Entscheidungen im Einklang mit den individuellen Wünschen des Patienten getroffen werden, auch wenn dieser nicht mehr in der Lage ist, seine Präferenzen zu äussern.
  3. Schulung: Ärztinnen und Ärzte sollten sich über die Prinzipien und besten Praktiken des Advance Care Planning informieren, um sicherzustellen, dass sie effektiv mit ihren Patienten zusammenarbeiten können. Schulungen können auch helfen, mögliche ethische Dilemmata zu bewältigen.
  4. Interdisziplinäre Zusammenarbeit: ACP erfordert oft eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gesundheitsdienstleistern, einschliesslich Pflegepersonal, Sozialarbeitern und anderen Fachleuten. Eine koordinierte interdisziplinäre Zusammenarbeit ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die individuellen Bedürfnisse des Patienten oder der Patientin respektiert werden.

Advance Care Planning trägt dazu bei, die Patientenversorgung patientenzentrierter zu gestalten und sicherzustellen, dass medizinische Entscheidungen im Einklang mit den individuellen Werten und Präferenzen getroffen werden.

Inhalte

  • Grundlagen des ACP und SDM
  • Rechtliche und ethische Aspekte
  • Gesprächsführung
  • Simulationsübungen mit Schauspielpersonen (inkl. strukturierter Nachbesprechung)

Lernmethoden

5 Stunden Selbststudium (E-Learning)
8 Stunden Präsenzunterricht

Teilnahme-Informationen

Zielgruppe

Für Ärztinnen und Ärzte spielt ACP eine wichtige Rolle in der Patientenversorgung, da es ihnen ermöglicht, besser zu verstehen, welche Art von medizinischer Versorgung die Patientin oder der Patient in verschiedenen Szenarien wünscht oder ablehnt. Dieser Prozess erleichtert den Dialog zwischen Ärzten und Patienten über Themen wie lebenserhaltende Massnahmen, Palliativpflege, Organtransplantation und andere schwerwiegende medizinische Entscheidungen.

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Medizinstudium
  • Die Weiterbildung beinhaltet Vorbereitungsaufträge im Umfang von ca. 5 Stunden. Der erfolgreiche Abschluss dieser vorbereitenden Module (E-Learning ACP und E-Learning Reanimationsentscheide) ist Voraussetzung zur Teilnahme an der Präsenzveranstaltung.

Anmeldung

Interne Teilnehmende:
Bitte melden Sie sich über die Lernplattform (LMS) im USZ an.

Externe Teilnehmende:
Bitte erstellen Sie ein Log-In und registrieren Sie sich auf der Lernplattform (LMS) des USZ. Auf der Lernplattform können Sie sich für den Kurs anmelden und haben zu gegebener Zeit auch Zugang zu allen Kursunterlagen.

Bei Fragen beachten Sie bitte den Bereich Kontakt & Support.

Termine & Anmeldung

Technische Anforderung

Registration auf der LMS Lernplattform des USZ.

Organisation

Abschluss

SIWF/FMH: 12 Credits
SGMO: 7 Credits

Kosten

  • Kurspreis für externe Teilnehmende aus Zürcher Gesundheitsinstitutionen: CHF 599 (inkl. Zugang zum E-Learning, Schulungsmaterial, Pausenverpflegung & Mittagessen)
  • Kurspreis für Teilnehmende von ausserkantonalen Institutionen: CHF 1’199 (inkl. Zugang zum E-Learning, Schulungsmaterial, Pausenverpflegung & Mittagessen)

Ein Frühbucherrabatt ist möglich. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt mit uns auf.

Dozierende

Prof. Dr. med. Tanja Krones

Dr. med. Barbara Stefanie Loupatatzis

Organisation

Simulationszentrum USZ
Huttenstrasse 46
8091 Zürich

Tel. +41 43 253 14 70

Kontakt & Support

Simulationszentrum USZ
Violetta Beier, MT-Assistentin

Tel. +41 43 253 14 70

Rechtliches

AGB

Die Mindestteilnehmerzahl für die Kursdurchführung beträgt 5 Personen. Wird diese nicht erreicht, behalten wir uns vor, den Kurs bis spätestens zwei Wochen vor Kursbeginn abzusagen.

Abmeldungen

Bis 30 Tage vor Kursbeginn verrechnen wir eine Kursgebühr von CHF 150.00
Bis 15 Tage vor Kursbeginn verrechnen wir eine Kursgebühr von CHF 250.00
Bei weniger als 15 Tagen vor Kursbeginn verrechnen wir 100% der Kurskosten

Haftung

Das USZ haftet nicht im Falle eines Diebstahls oder bei Verlust persönlicher Gegenstände während Bildungsveranstaltungen.

Unfall

Die Unfallversicherung ist Sache der Teilnehmenden.

Hinweise

  • Der Kurs gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil umfasst die Grundlagen des ACP und des SDM sowie ein Kommunikationstraining. Der zweite Teil befasst sich mit der Notfallplanung anhand der ACP-NOPA web-Applikation.
  • Der ACP-NOPA-Teil kann erst nach erfolgreichem Abschluss des ersten Kursteils besucht werden.
  • SIWF/FMH-Approved Die Weiterbildung Advance Care Planning (ACP) und Notfallplanung für Spitalärzte wurde vom schweizerischen Institut für ärztliche Weiterbildung (SIWF) mit 12 Credits anerkannt.
  • SGMO 7 Credits