Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) und akutes Nierenversagen

Ziel der Forschung ist es pharmakologische Interventionsstrategien zur Verbesserung des akuten Nierenversagens, sowie der Morbidität und Mortalität zu entwickeln.

Ausbrüche von Infektionen mit dem enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC), wie zuletzt im Sommer 2025 in Deutschland, können vor allem für Kleinkinder langfristige Folgen haben. Exposition gegenüber dem vom EHEC abgesonderten Shigatoxin kann zu systemischen Komplikationen und damit HUS führen, welches durch akutes Nierenversagen, sowie einer mikroangiopathischen hämolytischen Anämie (mechanische Schädigung der roten Blutkörperchen) mit einer einhergehenden Thrombozytopenie (Mangel von an Blutgerinnung beteiligten Blutblättchen) gekennzeichnet ist.

Forschungslabor

Unter anderem wird ein experimentelles murines HUS-Modell genutzt, um Einblicke in die, für den septischen Schock typischen, Perfusionsstörungen mit Mikrothrombosierung zu gewinnen. Zum Einsatz kommen hierbei verschiedene histologische, immunologische und molekularbiologische Analysemethoden wie zum Beispiel Western Blot, quantitative Real-Time-PCR und ELISA-Messungen.

Reaktionen des Endothels und anderer Zelltypen auf stimulierte Inflammationszustände (z.B. durch Zytokine oder Shigatoxin) werden in diversen in-vitro-Zellkultur-Modellen untersucht. Anwendung findet hierbei das Electric Cell-Substrate Impedance Sensing (ECIS)-System.

Kollaborationspartner

  • Uniklinikum Erlangen / Nephropathologie / Prof. Dr. rer. nat. Dr. habil. med. Christoph Daniel

Ansprechpersonen

Sina M. Coldewey, Prof. Dr. Dr. med.

Institutsdirektorin, Institut für Anästhesiologie und Perioperative Medizin

Tel. +41 44 255 26 95
Spezialgebiete: Gesamtleitung des Instituts für Anästhesiologie und Perioperative Medizin, Ordentliche Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Anästhesiologie und Perioperative Medizin an der Universität Zürich, Forschungsschwerpunkt zum perioperativen Organversagen und zur Sepsis

Nadine Krieg

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Anästhesiologie und Perioperative Medizin

Tel. +41 43 253 44 03

Maria Paulmann, Dr. rer. nat.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Anästhesiologie und Perioperative Medizin

Tel. +41 43 253 34 41