Ziel der Forschung ist es pharmakologische Interventionsstrategien zur Verbesserung des akuten Nierenversagens, sowie der Morbidität und Mortalität zu entwickeln.
Ausbrüche von Infektionen mit dem enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC), wie zuletzt im Sommer 2025 in Deutschland, können vor allem für Kleinkinder langfristige Folgen haben. Exposition gegenüber dem vom EHEC abgesonderten Shigatoxin kann zu systemischen Komplikationen und damit HUS führen, welches durch akutes Nierenversagen, sowie einer mikroangiopathischen hämolytischen Anämie (mechanische Schädigung der roten Blutkörperchen) mit einer einhergehenden Thrombozytopenie (Mangel von an Blutgerinnung beteiligten Blutblättchen) gekennzeichnet ist.

Unter anderem wird ein experimentelles murines HUS-Modell genutzt, um Einblicke in die, für den septischen Schock typischen, Perfusionsstörungen mit Mikrothrombosierung zu gewinnen. Zum Einsatz kommen hierbei verschiedene histologische, immunologische und molekularbiologische Analysemethoden wie zum Beispiel Western Blot, quantitative Real-Time-PCR und ELISA-Messungen.
Reaktionen des Endothels und anderer Zelltypen auf stimulierte Inflammationszustände (z.B. durch Zytokine oder Shigatoxin) werden in diversen in-vitro-Zellkultur-Modellen untersucht. Anwendung findet hierbei das Electric Cell-Substrate Impedance Sensing (ECIS)-System.