Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene

Die Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene ist spezialisiert auf die ambulante und stationäre Abklärung und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit allen Arten von Infektionskrankheiten und Störungen der Immunabwehr. Zudem ist die Klinik engagiert in der Aus- und Weiterbildung von Studierenden und Ärztinnen und Ärzten im Bereich Infektiologie.

Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene

Universitätsspital Zürich
Rämistrasse 100
8091 Zürich
Tel. +41 44 255 33 22

Wir betreuen Patientinnen und Patienten mit Infektionskrankheiten

Wir beraten Ärzte und Ärztinnen bei infektiologischen und spitalhygienischen Fragen, sowohl in Praxen als auch in auswärtigen Spitälern. Wir entdecken und verhindern im Spital übertragbare Infektionen. Zudem unterstützen wir Medizinalpersonen, die mit Blut- oder Körperflüssigkeitsinfektionen in Kontakt gekommen sind. In Klinik und Labor forschen wir zu Infektionskrankheiten und sind aktiv in Lehre, Aus- und Weiterbildung in den Fachgebieten Infektionskrankheiten und Spitalhygiene.

Häufig gestellte Fragen

Die Infektiologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnose, Behandlung und Prävention von Infektionskrankheiten befasst. Dies umfasst eine Vielzahl von Aufgaben:

  1. Diagnose und Behandlung: Infektiologinnen und Infektiologen identifizieren und behandeln bakterielle, virale, pilzartige und parasitäre Infektionen. Sie entwickeln Behandlungspläne, oft in Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten.
  2. Prävention: Infektiologinnen und Infektiologen arbeiten an der Verhütung von Infektionskrankheiten, z.B. durch Impfprogramme, Hygienerichtlinien und die Kontrolle von Krankheitsausbrüchen.
  3. Beratung und Unterstützung: Sie beraten andere Ärzte und medizinisches Personal bei der Behandlung von Infektionen und spitalhygienischen Fragen.
  4. Forschung: Infektiologinnen und Infektiologen forschen zu neuen Erregern, Resistenzen und Therapien, um die Behandlungsmöglichkeiten stetig zu verbessern.
  5. Ausbildung: Sie sind auch in der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten in den Bereichen Infektionskrankheiten und Spitalhygiene aktiv.

Zu den Infektionskrankheiten zählen Erkrankungen, die durch das Eindringen und Vermehren von Krankheitserregern wie Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten im Körper verursacht werden. Hier sind einige Beispiele:

Bakterielle Infektionen:

  • Tuberkulose: Verursacht durch Mycobacterium tuberculosis.
  • Pneumonie: Lungenentzündung, oft durch Streptococcus pneumoniae.
  • Staphylokokken-Infektionen: Wie Hautinfektionen oder MRSA.

Virale Infektionen:

  • Grippe (Influenza): Verursacht durch Influenzaviren.
  • HIV/AIDS: Humanes Immunschwächevirus.
  • Hepatitis: Verschiedene Typen, wie Hepatitis A, B, C und D, die Leber betreffen.
  • COVID-19: Verursacht durch das SARS-CoV-2-Virus.

Pilzinfektionen:

  • Candida-Infektionen: Z.B. Mundsoor oder vaginale Pilzinfektionen.
  • Aspergillose: Lungeninfektion durch Schimmelpilze

Parasitäre Infektionen:

  • Malaria: Durch Plasmodium-Parasiten, übertragen durch Mücken.
  • Toxoplasmose: Durch den Parasiten Toxoplasma gondii, oft durch Katzen oder kontaminiertes Essen übertragen.

Zoonosen (von Tieren auf Menschen übertragbare Krankheiten):

  • Borreliose: Durch Zeckenbisse verursacht, oft von Borrelia-Bakterien.
  • Tollwut: Viruserkrankung, meist durch Bisse infizierter Tiere übertragen.

Sexuell übertragbare Infektionen (STIs):

  • Syphilis: Durch Treponema pallidum verursacht.
  • Gonorrhö (Tripper): Verursacht durch Neisseria gonorrhoeae.

Diese Krankheiten variieren in Schwere, Übertragungsweg und Behandlungsmöglichkeiten, was die Infektiologie zu einem breit gefächerten und komplexen Fachgebiet macht.