Peer-Support-Systems zur Förderung der psychischen Gesundheit von jungen Assistenzärztinnen

Aufbau und Evaluation eines Peer-Support-Systems zur Förderung der psychischen Gesundheit von jungen Assistenzärztinnen und Assistenzärzten in der Anästhesie beim Einstieg ins Berufsleben. Der Themenschwerpunkt hat zum Ziel, die psychische Gesundheit von jungen Assistenzärztinnen und Assistenzärzten in der Anästhesiologie und Perioperativen Medizin zu erforschen und zu stärken.

Herausforderungen im Rahmen von Notarztdiensten, der Versorgung von kritisch Erkrankten im Schockraum oder dem Versterben von Patientinnen und Patienten können, vor allem bei jungen Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern, zu psychischen Belastungen führen. Ein niederschwelliges Unterstützungsangebot wird aufgebaut und wissenschaftlich evaluiert. Dazu werden erfahrene Ärztinnen und Ärzte (sogenannte «Peers») aus dem eigenen Team speziell geschult, um nach belastenden Ereignissen psychologische Nachbesprechungen (Debriefings) anzubieten zu können.

Ergänzend stärken Präventionsangebote zu Resilienz und Salutogenese die psychische Widerstandsfähigkeit der jungen Ärztinnen und Ärzte. Die psychische Belastung der Assistenzärztinnen und Assistenzärzte vor und nach der Intervention wird analysiert. Die Ergebnisse dienen als Modell, um mit evidenzbasierten Ansätzen vergleichbare, niederschwellige Angebote im Gesundheitswesen zum Schutz der psychischen Gesundheit umzusetzen.

Ansprechpersonen

Sina M. Coldewey, Prof. Dr. Dr. med.

Institutsdirektorin, Institut für Anästhesiologie und Perioperative Medizin

Tel. +41 44 255 26 95
Spezialgebiete: Gesamtleitung des Instituts für Anästhesiologie und Perioperative Medizin, Ordentliche Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Anästhesiologie und Perioperative Medizin an der Universität Zürich, Forschungsschwerpunkt zum perioperativen Organversagen und zur Sepsis

Susanne Mayer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Anästhesiologie und Perioperative Medizin