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Syphilis Therapie

Bei Syphilis ist eine Behandlung mit dem Antibiotikum Penicillin (Benzathin-Benzylpenicillin) das Mittel der Wahl, welches als Injektion in den Gesässmuskel verabreicht wird.

Ablauf der Therapie

Bei der Neurosyphilis verabreichen wir das Penicillin intravenös für zwei Wochen. Neuerdings bietet das USZ diese intravenöse Therapie über eine tragbare Antibiotika-Pumpe an, so dass die Behandlung ambulant von zuhause aus durchgeführt werden und die betroffene Person nicht hospitalisiert werden muss. Um eine weitere Ansteckung zu vermeiden, sollte auch Ihre Partnerin oder Ihr Partner bzw. Ihre Sexualpartner und -partnerinnen der letzten 90 Tage mitbehandelt werden. Besteht eine Penicillin-Allergie, können wir auf Antibiotika mit anderen Wirkstoffen wie Doxycyclin ausweichen. Aus eigenen Untersuchungen wissen wir, dass die bis jetzt auch als Alternative empfohlenen Makrolid-Antibiotika wegen Resistenzen hingegen nicht mehr verwendet werden dürfen.

Dosis und Dauer der Therapie

Die genaue Dosis und Dauer der Therapie richtet sich nach dem jeweiligen Krankheitsstadium. Besonders bei länger bestehender Syphilis kann zu Beginn der Antibiotika-Therapie die sogenannte Herxheimer-Reaktion entstehen. Hierbei werden durch das massenhafte Absterben der Bakterien Zellgifte (Endotoxine) frei, die zu grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf- oder Muskelschmerzen führen können. Dies lässt sich vermeiden, indem wir Ihnen vor der ersten Antibiotikagabe ein Kortisonpräparat verabreichen.

Verantwortlicher Arzt

Philipp Bosshard, PD Dr. sc. nat.

Oberassistent und Laborleiter FAMH, Dermatologische Klinik

Tel. +41 44 255 39 72

Für Patientinnen und Patienten

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