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Hochauflösende Anorektale Manometrie (ARM) und Barostat

Bei dieser Untersuchung liegen eine Drucksonde im Analkanal zur Beurteilung der Sphinkterfunktion und eine Drucksonde im Rektum zur Beurteilung des abdominalen Drucks. Gleichzeitig befindet sich ein druck- und volumen-aufbauender Ballon oder, wie in unserer Abteilung, idealerweise ein grösservolumiger Barostat-Sack im Rektum (Barostat-Messung), der einerseits die Rektumsensibilität, andererseits das Rektumvolumen messen kann.

Es lassen sich mögliche Ursachen einer Inkontinenz unterscheiden:

  • Schwäche des Sphinkterruhedruck (M. sphincter ani internus)
  • Unzureichender Klemmdruck (M. sphincter ani externus)
  • Verminderte rektale Sensibilität mit konsekutiv überfülltem Rektum und unbemerktem Stuhlverlust (passive oder Überlaufinkontinenz)
  • Erhöhte rektale Sensibilität (imperativer Stuhldrang mit Dranginkontinenz)
  • Zur Untersuchung einer Urge-Symptomatik kann die Erhebung der rektalen Sensitivität beitragen, die in diesem Fall typischerweise erhöht ist.

Bei einer Obstipation kann die Untersuchung Hinweise über eine bestehende dyssynergistische Defäkation (Missverhältnis von Sphinkterrelaxation und abdominorektalem Druckaufbau für die Defäkation) oder eine «pelvic floor dysfunction» geben (siehe allgemeine Informationen). Auch bei der Obstipation stellt die Untersuchung der rektalen Sensitivität eine wichtige Ergänzung dar: Diese könnte vermindert sein und so durch fehlenden Stuhldrang die Ausbildung eines Megarektums begünstigen und die Obstipation unterhalten.

Eine seltene Aganglionose (z. B. M. Hirschsprung) kann mit dem physiologisch vorhandenen rektoanalen Inhibitionsreflex (Relaxation Analsphinkter bei plötzlicher Rektumfüllung mit 10 bis 50 ml) ausgeschlossen werden.

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Tel. +41 44 255 85 48

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Universitätsspital Zürich
Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie
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8091 Zürich

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