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Eileiterschwangerschaft-Behandlung

Eine Schwangerschaft kann sich auch ausserhalb der Gebärmutter einnisten, was als „extrauterine“ Schwangerschaft bezeichnet wird. Es handelt sich dabei um eine potentiell lebensbedrohliche Situation, weshalb dieses Schwangerschaftsgewebe entfernt werden muss.

Eileiterschwangerschaft: Medikamentöse oder operative Behandlung

Ist die Eileterschwangerschaft sicher festgestellt und sind keine Schmerzen vorhanden, kann auch eine Therapie mit einem Medikament erfolgen. Dabei wird Methotrexat gespritzt – welches schnellwachsendes Gewebe hemmt. Die Schwangerschaft stirbt mit diesem Medikament ab und wird vom Körper abgebaut. Eine engmaschige ärztliche Kontrolle ist bei dieser Therapie unumgänglich. Ist diese nicht gewährleistet, kann diese Therapie auch nicht erfolgen. Es gibt weitere Kriterien, die für den Einsatz von Methotrexat erfüllt sein müssen:

  • Der Fruchtsack ist kleiner als vier Zentimeter.
  • Leber und Niere funktionieren normal.
  • Die Lunge ist gesund.
  • Sie stillen nicht.
  • Die Blutwerte sind normal.
  • Die Wand des Eileiters ist noch intakt.

Nach Gabe des Medikamentes erfolgen regelmässige Kontrollen mit Ultraschall und Blutuntersuchungen um sicher zu gehen, dass die Wirkung anhält und das Schwangerschaftshormon sinkt. Je nach Verlauf kann die Gabe des Medikamentes wiederholt werden.

Operation einer Eileiterschwangerschaft

Eine Operation erfolgt im Falle von Schmerzen oder wenn es während dem Ultraschall Hinweise auf eine innere Blutung gibt. Dies geschieht in erster Linie über eine Operation in Knopflochtechnik. Der Standardeingriff ist die Eileiterschwangerschaftsentfernung mittels Bauchspiegelung (Laparoskopie). Eine offene Operation – also mittels Bauchschnitt (Laparotomie) – wird nur dann durchgeführt, wenn die Bauchspiegelung aus technischen oder medizinischen Gründen nicht möglich ist.

Dabei führt man eine Kamera mit Licht über den Bauchnabel ein und kann über zwei weitere kleine Schnitte im Unterbauch Arbeitsinstrumente einführen (sogenannte Schlüsselloch-Technik). Der Vorteil dieser sogenannten „minimalinvasiven“ Methode ist die kürzere Operationsdauer mit weniger Blutverlust und die kleineren Wunden, die eine schnellere Heilung und weniger Wundschmerzen nach dem Eingriff ermöglichen.

Zur Entfernung der Eileiterschwangerschaft gibt es zwei Möglichkeiten: Die Salpingotomie und die Salpingektomie. Bei der Salpingotomie wird der Eileiter erhalten und es wird lediglich das Schwangerschaftsgewebe über einen kleinen Schnitt an der Eileiterwand entfernt. Bei der Salpingektomie hingegen wird der gesamte Eileiter samt Schwangerschaft entfernt. Dies ist in Situationen notwendig, in welchen der Eileiter durch die Schwangerschaft komplett zerstört wurde und/oder die Blutung nicht weiter gestoppt werden kann. Gab es in der Vergangenheit am gleichen Eileiter schon Eileiterschwangerschaften oder besteht gar kein Kinderwunsch, so kann ebenfalls eine Salpingektomie erfolgen. Bei der Salpingotomie, bei der der Eileiter belassen wird, kann es in seltenen Fällen allerdings passieren, dass Schwangerschaftsgewebe im Eileiter zurückbleibt, was sich durch einen fehlenden Abfall des Schwangerschaftshormones im Blut bemerkbar macht. In diesen Fällen kann dann Metothrexat verabreicht werden. Nach Salpingotomie muss daher das Schwangerschaftshormon im Blut regelmässig kontrolliert werden, bis der Wert unter die Nachweisbarkeitsgrenze fällt.

Für Patientinnen und Patienten

Sie können sich entweder selbst anmelden oder von Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt, Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt zuweisen lassen.

Tel. +41 44 255 50 36

Montag – Freitag von 7.30- 16.00 Uhr

Für Zuweisende

Universitätsspital Zürich
Klinik für Gynäkologie
Frauenklinikstrasse 10
8091 Zürich

Tel. +41 44 255 50 36

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