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Behandlung von Gebärmutter- und/oder Blasensenkung

Der Beckenboden hält die Organe des Beckens, wie zum Beispiel die Gebärmutter oder die Harnblase, an ihrer Position. Eine Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur kann zu einer Gebärmutter- und / oder Blasensenkung führen.

Ursachen

Die Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur ist ein über mehrere Jahre langsam zunehmender Prozess. Die Gründe für die Erschlaffung sind vielseitig, diese können beispielsweise sein:
• schwere körperliche Arbeit
• Hormonmangel in den Wechseljahren
• erworbene oder erblich bedingte Bindegewebsschwäche
• Schwangerschaften oder Geburten
• Übergewicht
• chronischer Husten
• chronische Verstopfung

Symptome

Die Symptome, welche Sie bei Senkungszuständen verspüren können, sind die folgenden:
• unwillkürlicher Harnabgang
• Druckgefühl im Beckenboden
• Fremdkörpergefühl in der Vagina
• erschwerte Darmentleerungen
Diese Beschwerden treten zuerst selten, dann immer öfter auf und können sich innerhalb von Monaten bis Jahren verstärken.

Eine Gebärmuttersenkung hat häufig auch zur Folge, dass sich die Blase nicht vollständig entleeren kann. Dadurch sammelt sich Restharn in der Blase. Dieser wiederum begünstigt Harnwegsinfektionen. Drückt die Gebärmutter auf die Harnröhre, kann dies zu einer «versteckten Inkontinenz» führen. In diesem Fall verlieren die Patientinnen ungewollt Urin, der jedoch aufgrund der Quetschung nicht vollständig austreten kann. Mit einer «urodynamischen Untersuchung» kann festgestellt werden, ob eine Inkontinenz vorliegt.

Behandlung

In einem persönlichen Gespräch mit Ihnen klären wir zunächst alle wichtigen Aspekte und holen die notwendigen Informationen ein. Danach führen wir eine zielgerichtete gynäkologische Untersuchung durch. Anschliessend informieren wir Sie über die Befunde und besprechen mit Ihnen die weiteren notwendigen oder empfohlenen Schritte und Möglichkeiten. Uns ist es wichtig Ihre persönlichen Bedürfnisse und Ihr Umfeld in den Therapieplan einzubeziehen. Damit wir für Sie die optimalen Behandlungsergebnisse erzielen können, arbeiten wir, wann immer notwendig, mit anderen medizinischen Abteilungen eng zusammen.

Nicht-operative Behandlungsmethoden

Bei leichten Formen der Organsenkung reicht eine nicht-operative Behandlung aus. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören unter anderem ein Beckenbodentraining, eine Hormonbehandlung oder spezielle Vaginaltampons. Aber auch eine Gewichtsreduktion kann Teil des Behandlungsplans sein.

Operative Behandlungsmethoden

Wenn die Organsenkung eine schwere Form annimmt und die konservative Behandlung nicht ausreicht, wird eine Operation empfohlen. Wir bieten unterschiedliche Operationsverfahren an, um die weiblichen Geschlechtsorgane wieder am ursprünglichen Ort zu platzieren. Welches Verfahren gewählt wird, hängt vom betroffenen Organ und vom Schweregrad der Senkung ab.

Eine Möglichkeit ist die Korrektur der Blasensenkung von der Scheide her. Dabei kann das Organ mit Eigengewebe stabilisiert werden. Reicht das Eigengewebe nicht aus, um ein erneutes Absinken zu verhindern, kommt ein Kunststoffnetz – ein sogenanntes Mesh – zum Einsatz.
Eine weitere Option ist die Unterstützung und die Wiederbefestigung der Organe mittels einer Bauchspiegelung, wobei obligatorisch ein Kunststoffnetz eingelegt werden muss. Der Vorteil dieser Technik liegt darin, dass die Scheidenwände nicht geöffnet werden müssen.
Bei Patientinnen ohne Kinderwunsch kann auch eine Gebärmutterentfernung sinnvoll sein.

Gerne beraten wir Sie zu nicht-operativen und operativen Therapiemöglichkeiten in unserer Spezialsprechstunde. Wir bieten auch interdisziplinäre Sprechstunden an. So im Falle von verschiedenen Beschwerden im kleinen Becken (Kombination von Blasen, Darm und Gebärmutterproblemen).

Für Patientinnen

Sie können sich entweder selbst anmelden oder von Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt, Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt zuweisen lassen.

 

Tel. +41 44 255 50 36

Montag – Freitag von 7.45- 16.45 Uhr

Für Zuweisende

Universitätsspital Zürich
Klinik für Gynäkologie
Frauenklinikstrasse 10
8091 Zürich

Tel. +41 44 255 50 36

Verantwortliche Fachbereiche

Klinik für Gynäkologie

Beckenboden- und Kontinenzzentrum