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Sexuelle Funktionsstörung-Behandlung

Sexuelle Funktionsstörungen: Behandlung je nach Ursache

Die bei sexuellen Funktionsstörungen angewandte Therapie orientiert sich an der Ursache. Ist eine Störung auf seelische Ursachen (Angst, Depression, Körperbildveränderungen etc.) zurückzuführen, sollte die Grunderkrankung behandelt werden.

Steckt eine körperliche Erkrankung dahinter, sollte zunächst diese Grunderkrankung behandelt werden. So können Frauen in der Menopause östrogenhaltige Vaginalcremes oder eine Laserbehandlung anwenden, um einer Scheidentrockenheit entgegenzuwirken. Liegen ein Scheidenkrampf (Vaginismus) oder Schmerzen zugrunde, können muskelentspannende Übungen unter Anleitung von spezialisierten Physiotherapeutinnen die Beschwerden lindern. In der Interdiszipläneren gynäkologisch dermatologischen Sprechstunde kann Ihnen ebenfalls geholfen werden.

Sind die sexuellen Funktionsstörungen Nebenwirkung eines Medikaments oder Chemotherapie, kann in Absprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt ein anderes Mittel eingesetzt oder die Dosierung verändert werden. Allerdings gilt es hier, Nutzen und Risiken abzuwägen: Wenn die Lustlosigkeit beispielsweise auf ein Antidepressivum zurückzuführen ist, kann das Absetzen des Medikaments zwar die sexuellen Probleme verbessern. Die Depression kann sich durch das Absetzen verschlimmern.

Sexualberatung und Sexualtherapie

Drücken sich in der sexuellen Störung grundsätzliche Beziehungsprobleme aus, können Betroffene verschiedene Beratungsangebote und Behandlungsmöglichkeiten nutzen:

  • Sexualberatung (als Einzel- oder Paargespräch): Eine Sexualberatung hat das Ziel, wichtige Informationen rund um das Thema Geschlechtsverkehr zu vermitteln, Hemmungen und Schamgefühle abzubauen und Fehlvorstellungen zu korrigieren. Die Therapeutin oder der Therapeut liefert den Betroffenen konkrete Ratschläge und Empfehlungen.
  • Sexualtherapie (in Paargesprächen): Bei der Sexualtherapie geht es darum, sexuelle Konflikte zu klären und Vermeidungsverhalten und Ängste abzubauen. Ausserdem hat die Behandlung das Ziel, die Wahrnehmung eigener Bedürfnisse zu verbessern und sexuelle Verhaltens- und Einstellungsmuster zu durchbrechen und zu verändern.

Psychotherapie (als Einzel- oder Paartherapie): Eine Psychotherapie ist sinnvoll, wenn Konflikte oder psychosomatische Probleme die sexuellen Funktionsstörungen auslösen.

Für Patientinnen und Patienten

Sie können sich entweder selbst anmelden oder von Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt, Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt zuweisen lassen.

Tel. +41 44 255 50 36

Montag – Freitag von 7.45 – 16.45 Uhr

Für Zuweisende

Universitätsspital Zürich
Klinik für Gynäkologie
Frauenklinikstrasse 10
8091 Zürich

Tel. +41 44 255 50 36

Behandelnde Fachbereiche

Klinik für Gynäkologie

Beckenboden- und Kontinenzzentrum