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Vaginalpilz-Behandlung

Vaginalpilz: Behandlung mit Antimykotika

Viele Mittel gegen Scheidenpilz sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Bei den Antimykotika gegen Vaginalpilz handelt es sich um lokal anzuwendende Salben und Zäpfchen oder Vaginaltabletten. Die gängigen Wirkstoffe sind

  • Clotrimazol
  • Miconazol
  • Fenticonazol
  • Ciclopirox
  • Nystatin
  • Amphotericin B

Bei der Anwendung befolgen Sie am besten die Empfehlung der Apothekerin oder des Apothekers. Es gibt Produkte, die müssen nur drei Tage oder sechs Tage angewendet werden, bei anderen nehmen Sie nur eine einzige Vaginaltablette plus Creme zur Behandlung des äusseren Genitalbereichs für eine Woche.

Halten Sie möglichst die empfohlene Behandlungsdauer ein. Auch wenn bereits nach einer oder zwei Anwendungen die Beschwerden nicht mehr spürbar sind. Mit einem Abbruch der Therapie riskieren Sie ein erneutes Aufflackern der Infektion.

Der Partner muss bei Vaginalpilz übrigens meist nicht mitbehandelt werden, es sei denn, er ist auch an einer Pilzinfektion im Genitalbereich erkrankt.

Als Alternative können Antimykotika auch als Tabletten geschluckt werden. Diese sind rezeptpflichtig. Häufig reicht hier eine einzige Gabe. Bei sehr ausgeprägten Symptomen werden die Präparate zum Teil auch kombiniert.

Es ist zu beachten, dass nicht jeder Juckreiz oder jedes Brennen auf eine Pilzinfektion zurückzuführen ist. Die wiederholte Anwendung lokaler Präparate kann zudem nachteilige Effekte, wie etwa die Auslösung von Unverträglichkeitsreaktionen, nach sich ziehen.

Wenn die Behandlung bei der Frau nicht wirkt oder die Scheidenmykose immer wieder auftritt, sollte eine spezialärztliche Untersuchung unbedingt stattfinden. Diese ermöglicht den Ausschluss anderer Ursachen für die Beschwerden oder eine Resistenz auf die gängigen Pilzmittel auszuschliessen. Mittels Pilzkulturen und spezifischen Resistenzprüfungen können in unserer Vulvasprechstunde solche Probleme genau unter die Lupe genommen werden.

Hausmittel gegen Vaginalpilz

Scheidenpilz ist im Grunde eine zwar sehr unangenehme, aber meist eher harmlose Erkrankung mit sehr hoher Heilungsrate. Deshalb wird oft auch auf Hausmittel vertraut. Ein wissenschaftlicher Nachweis für die positive Wirkung dieser Hausmittel ist nicht gegeben. Sicher ist jedoch, dass sie nicht nur die sowieso bereits gereizte Schleimhaut im Intimbereich belasten können. Zusätzlich sind Allergien möglich.

Auch die immer wieder empfohlene Diät gegen Pilze mit Verzicht auf Zucker, ist im Hinblick auf Hefepilze wie Candida albicans kaum wirksam. Denn der Pilz braucht für seinen Stoffwechsel zwar Zucker, kann diese Funktion aber modulieren und durchaus auch ohne Zucker auskommen.

Verantwortliche Fachpersonen

Cornelia Betschart Meier, PD Dr. med.

Leitende Ärztin, Klinik für Gynäkologie
Co-Leiterin Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

Spezialgebiete: Urogynäkologie, Sprechstunde und Operationen, Laparoskopische Gynäkologie, Vulvasprechstunde
Tel. +41 44 255 53 26

Ioannis Dedes, Dr. med.

Oberarzt, Klinik für Gynäkologie

Spezialgebiete: Minimalinvasive gynäkologische Chirurgie (Myome, Endometriose)
Tel. +41 44 255 50 36

Für Patientinnen und Patienten

Sie können sich entweder selbst anmelden oder von Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt, Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt zuweisen lassen.

Tel. +41 44 255 50 36

Montag – Freitag von 8.00 – 17.00 Uhr

Für Zuweisende

Universitätsspital Zürich
Klinik für Gynäkologie
Frauenklinikstrasse 10
8091 Zürich

Tel. +41 44 255 50 36

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