Verschiedene Behandlungsoptionen
Es gibt verschiedene Behandlungsoptionen für die AVM des Gehirns, die allein oder in Kombination angewandt werden können:
- Endovaskuläre Embolisation: Bei diesem Verfahren wird die Gefässmissbildung nach einer Leistenpunktion über die Arterien und Venen erreicht und behandelt. Während des Eingriffs führen wir Kunststoffschläuche (Katheter) durch die Oberschenkelarterie in die Gefässe der AVM ein und injizieren ein Mittel, das die Gefässe der Missbildung verschliesst. Die endovaskuläre Embolisation ist weniger invasiv als eine traditionelle Operation. Sie kann entweder allein eingesetzt werden oder dann als Vorbereitung vor anderen chirurgischen Eingriffen um die Grösse der AVM oder die Wahrscheinlichkeit von Blutungen zu verringern und das Verfahren sicherer zu machen.
- Chirurgische Entfernung (Resektion): Die AVM kann durch ein neurochirurgisches Verfahren operativ entfernt werden, mit oder ohne präoperativer Embolisation.
- Stereotaktische Radiochirurgie (SRS): Bei dieser Behandlung wird Bestrahlung präzise auf die die AVM gerichtet. Die Bestrahlung schädigt die Blutgefässe der AVM und führt zur Vernarbung und damit zur Zerstörung der AVM.
- Konservative Behandlung: Als Alternative zu den invasiven Methoden wird auch eine konservative Behandlung (ohne Eingriff) in Betracht gezogen. Diese wird in bestimmten Fällen nach gründlichem Abwägen der natürlichen Risiken der Krankheit im Vergleich zu den Risiken/Erfolgen einer invasiven Behandlung gewählt.

Gefässmissbildung (Arteriovenöse Malformation) in den Blutgefässen des Kopfes. Die AVM ist als Gefässknäuel sichtbar.
Warum ans USZ?
Langjährige Expertise
Unsere Klinik ist eine international renommierte Institution die bekannt ist im Gebiet der Diagnostik und der minimal-invasiven, bildgesteuerten Behandlung. Wir behandeln Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, des peripheren Nervensystems und seiner der zugehörigen Organe (Augen, Hör- und Gleichgewichtsorgan, etc.) und der umgebenden Strukturen an Kopf, Hals und Wirbelsäule.
Neuste Behandlungsmethoden
An der Klinik für Neuroradiologie nutzen wir die modernsten interventionellen Methoden, die fortschrittlichsten Materialien und Instrumente und die neuartigsten bildgebenden Verfahren. Damit bieten wir jedem Patienten und jeder Patientin die bestmögliche Behandlung.
Partnernetzwerk
In wöchentlichen interdisziplinären Konferenzen mit Experten und Expertinnen aus der Neurochirurgie, der Neurologie und der Neuroradiologe erarbeiten wir für jeden Fall ein individuelles Therapiekonzept, welches wir dann mit unseren Patienten und Patientinnen besprechen. Für den optimalen Therapieerfolg arbeitet unser internationales Team aus erfahrenen neuroradiologischen Interventionisten und Interventionistinnen, vor, während und nach dem Eingriff, eng mit Experten und Expertinnen anderer hochspezialisierter Kliniken sowie mit herausragenden Pflege- und Rehabilitationsfachleuten zusammen.
Ablauf der Behandlung
Als erstes wird die Diagnose gestellt, die Entscheidung zur minimalinvasiven Behandlung gefällt und in der Sprechstunde mit Ihnen besprochen. Darauf folgt ein zeitnaher Behandlungstermin wobei wir die Dringlichkeit der Behandlung und Ihre speziellen Wünsche berücksichtigen.
Der Klinikaufenthalt für die Behandlung dauert vier bis sechs Tage. Sie treten am Vormittag vor dem Eingriff ein und wir erheben den aktuellen Befund und treffen die letzten Vorbereitungen. Gerne beantworten wir dann auch letzte Fragen. Am Tag des Eingriffs werden Sie von der Station in einen unserer beiden Eingriffsräume geführt, wo Sie das Operationsteam empfängt und den Eingriff durchführt.
Nachsorge
Unmittelbar nach dem Eingriff werden Sie untersucht um sicherzustellen, dass alles gut verlaufen ist. Danach werden Sie auf eine spezialisierte Überwachungsstation überführt, wo Sie bis am nächsten Tag betreut und überwacht werden. Am Folgetag wird eine Magnetresonanz-Untersuchung durchgeführt, um das Operationsergebnis zu beurteilen und Komplikationen auszuschliessen. Normalerweise kommen Sie danach zurück auf die Normalstation und nach weiteren ein bis zwei Tagen können Sie nach einer fachärztlichen Beratung nach Hause. Bei diesem letzten Gespräch werden auch Kontroll- und Sprechstundentermine vereinbart.
Krankenhausaufenthalt: 4 – 6 Tage