Breadcrumb Navigation

Nasenkorrektur (Rhinoplastik)

Ziel einer Nasenkorrektur ist es, eine zu den gegebenen Gesichtsproportionen passende Nasenform zu erzielen, ohne die Funktion der Nase einzuschränken.

Einleitung

Eine unschön geformte oder deformierte Nase wird von der Trägerin oder vom Träger häufig als störend empfunden. Das führt mitunter zum Wunsch einer operativen Nasenkorrektur. Zu den häufigsten Massnahmen/Eingriffen der Nasenchirurgie im Universitätsspital Zürich gehören:

  • Hakennasen Korrektur
  • Nasenspitzen Operation
  • Höckernasen Operation
  • Stupsnasen Korrektur
  • Knollennasen Korrektur
  • Grosse Nase verkleinern
  • Asymmetrische Nasenflügel korrigieren
  • Korrektur nach Nasenverletzungen zum Beispiel nach Hundebissen oder anderen Unfällen sowie nach bösartigem Hautkrebs (Melanom, Basalzellkarzinomen)
  • Nasennachkorrekturen (voroperierte Nasen)

In einzelnen Fällen wird die ästhetische Korrektur der Nase kombiniert mit einer Nasenscheidewandoperation. Ziel der Nasenscheidewandoperation ist eine verbesserte Atmung.

Ablauf

Im Vorfeld der Nasenoperation werden in einem ausführlichen Gespräch die Wünsche des Patienten oder der Patientin und die realistische chirurgische Umsetzbarkeit genau erörtert. Da es sich bei dieser Art von Operation um eine nicht umkehrbare Veränderung handelt, muss so ein Eingriff reiflich überlegt sein. Die Entscheidung zu einer Nasenkorrektur darf keiner momentanen Stimmung oder Unzufriedenheit entspringen. Eine gründliche Abwägung von Risiken und Komplikationen muss dabei ebenfalls erfolgen. In der Anamnese werden frühere Unfälle, Nasenverletzungen oder Voroperationen erörtert und entsprechend das auf die Person individuell zugeschnittene Operationskonzept besprochen.

Die äussere Form der Nase wird durch Bestimmung wichtiger Winkel, Abstände und Proportionen mit anderen Gesichtsanteilen, der Hautqualität sowie Form und Funktion der inneren Nase untersucht. Im Bereich innere Nase werden Verlauf und Intaktheit der Nasenscheidenwand, Grösse der Nasenmuscheln, Untersuchung der äusseren und inneren Nasenklappen und Durchgängigkeit der Luft untersucht. Diese Parameter werden mithilfe professioneller Fotographien und an der Patientin oder am Patienten analysiert. Zudem wird bei Patientinnen und Patienten gelegentlich eine endonasale Spiegelung durchgeführt, falls eine genauere Untersuchung der hinteren Nasenscheidewand notwendig sein sollte. Bei Bedarf kann auch eine zusätzliche Funktionsuntersuchung per Rhinomanometrie angeordnet werden.

Anhand der Bilder kann in einer Zeichnung das angestrebte Operationsziel festgelegt werden. Auch moderne Techniken zur digitalen Veränderung der Nase können angeboten werden. Erst nach diesen Untersuchungen und dem Gespräch kann ein genaues operatives Konzept entwickelt werden, um eine möglichst harmonische Nasenform zu erzielen.

Prinzipiell besteht die Nasenkorrektur aus der Kombination der Korrektur der inneren und äusseren Nase, welche sich grundsätzlich in folgende Teilschritte untergliedern lässt:

  1. Zugang (offen/geschlossen)
  2. Nasenrückenkorrektur
  3. Muschelkorrektur
  4. Korrektur der Nasenscheidewand (Septumkorrektur)
  5. Korrektur der knöchernen Nasenpyramide
  6. Nasenspitzenkorrektur
  7. Refinements (letzte feinere Anpassung und Korrektur von Unregelmässigkeiten)
  8. Verband (Spezielle Kombination aus Pflastertapes und Nasengips)

Nachsorge

Der stationäre Aufenthalt beträgt je nach Eingriff ca. ein bis vier Tage. Die Schaumstofftamponaden werden meist nach ein bis zwei Tagen entfernt. Der Spezialverband aus Pflastertapes und Gips muss in der Regel für ein bis zwei Wochen getragen werden.

Die erste Kontrolle wird nach ca. einer Woche durchgeführt bei welcher die Fäden bei einem offenen Zugang am Nasensteg entfernt werden. Sollte nach der Abschwellung der Gips locker sein, wird dieser nach einer Woche gewechselt.

Die eingelegten Silikonschienen, notwendig für zusätzliche Stabilität, Verhinderung von Verklebungen und Einblutungen der Nasenscheidewand, werden nach ein bis zwei Wochen nach der Operation entfernt.

Nach Entfernung des Gipsverbandes verbleiben meist noch Pflastertapes für eine weitere Woche. Auf Sport sollte für sechs bis acht Wochen nach der Nasen OP verzichtet werden. Eine Arbeitsunfähigkeit ist meist für ein bis zwei Wochen notwendig. Das Tragen einer Brille sollte für sechs Wochen vermieden werden. Bei Unverträglichkeit von Kontaktlinsen können die Gipsschienen speziell angepasst werden.

Mögliche Komplikationen

Insgesamt gesehen ist die Nasenkorrektur eine komplikationsarme Operation. Wenn Ihre Nasenoperation von einem qualifizierten Spezialisten oder einer qualifizierten Spezialistin der Nasenrekonstruktion vorgenommen wird, sind Komplikationen selten und in der Regel kann ein dauerhaft gutes Ergebnis erzielt werden. Es ist jedoch nicht möglich, ein Operationsergebnis zu garantieren. Wie jede Operation, birgt auch eine Nasenoperation Risiken. Mögliche Komplikationen könnten sein:

  • Schwellungen (zwei bis drei Tage, danach kontinuierliche Abnahme)
  • Nachblutungen (z. B. Einblutung an Nasenscheidewand)
  • Infektionen im Wundgebiet
  • Wundheilungsstörungen
  • Vorübergehendes Taubheitsgefühl, Überempfindlichkeit der Nasenspitze

Verantwortliche Fachpersonen

Nicole Lindenblatt, Prof. Dr. med.

Stv. Klinikdirektorin, Leitende Ärztin, Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie
Leitende Ärztin, Brustzentrum

Tel. +41 44 255 11 11
Mail pch@usz.ch

Martina Schneider, Dr. med.

Oberärztin meV, Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie
Oberärztin, Brustzentrum

Tel. +41 44 255 11 11

Matthias Waldner, Dr. med.

Oberarzt, Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie

Tel. +41 44 255 11 11

Für Patientinnen und Patienten

Sie können sich entweder selbst anmelden oder von Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt, Ihrer Spezialistin oder Ihrem Spezialisten zuweisen lassen.

Tel. +41 44 255 27 38

Montag – Freitag von 7.30 – 16.30 Uhr

Für Zuweisende

Weisen Sie Ihre Patientin oder Ihren Patienten einfach online zu.