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Lebermetastasen Radiotherapie

Die Strahlentherapie (auch Radiotherapie genannt) kann bei Lebermetastasen eingesetzt werden mit dem Ziel der lokalen Kontrolle (Ablative Strahlentherapie).  Die Strahlentherapie kann aber auch mit dem Ziel eingesetzt werden Beschwerden durch Metastasen in der Leber zu lindern (Palliative Strahlentherapie).

Ablauf

Die Strahlentherapie fokussiert hoch-energetische Röntgenstrahlen auf den Tumor im Inneren des Körpers um diesen gezielt abzutöten. Sie erfolgt als ambulante Behandlung, ist nicht-invasiv (benötigt also keine Narkose) und kann damit gut in den privaten Lebensalltag integriert werden. In der absoluten Mehrzahl der Fälle wird die Strahlentherapie bei Lebermetastasen als körperstereotaktische Bestrahlung (SBRT) durchgeführt. Eine engmaschige und persönliche Betreuung ist bei uns selbstverständlich.

In der Klinik für Radio-Onkologie des USZ kommen ausschliesslich modernste Techniken zur möglichst präzisen und nebenwirkungsarmen Bestrahlung der Lebermetastasen zu Anwendung. Sie werden in der Behandlung des Leberkrebses von erfahrenen Kaderärzten und Kaderärztinnen betreut.

Wir arbeiten eng mit den Kolleginnen und Kollegen der Chirurgie und Medizinischen Onkologie zusammen um eine Behandlung „aus einem Guss“ zu garantieren.

Für viele Patientinnen und Patienten bieten wir schon heute die Behandlung von morgen an: in klinischen Studien arbeiten wir kontinuierlich daran die Behandlung von Lebermetastasen zu verbessern, um diese noch wirksamer und verträglicher zu gestalten. Zur Übersicht der aktuell offenen Studien.

Bestrahlung der Lebermetastasen mit dem Ziel der lokalen Kontrolle (Ablative Radiotherapie) 

Wenn Lebermetastasen nicht operiert werden können, dann kommen lokale Behandlungsmöglichkeiten, wie die Strahlentherapie, zum Einsatz. Diese haben das Ziel die Tumorzellen möglichst vollständig und allesamt abzutöten. Die Strahlentherapie kommt insbesondere dann zum Zuge, wenn andere lokaltherapeutische Verfahren nicht vielversprechend oder riskant sind: bei Lage der Metastase in der Nähe zu grossen Gefässen, den Haupt-Gallenwegen oder des Zwerchfells, oder bei einer Grösse über 3 cm.

Dabei wenden wir die körperstereotaktische Bestrahlung (SBRT) an. Diese tötet den Tumor in nur sehr wenigen Bestrahlungssitzungen ab: typischerweise in 5 ambulanten Bestrahlungen. Dies wird durch eine hoch-fokussierte Bestrahlung mit einer Genauigkeit im Millimeterbereich erreicht. Wenn möglich wird diese Therapie an unserem Spezial-Gerät, dem  MRI-Hybridbeschleuniger, welcher MRI-Bildgebung und Bestrahlung kombiniert, durchgeführt. Das integrierte MRI erlaubt eine sehr detailgetreue Darstellung der tatsächlichen Anatomie. Die Position des Tumors und der umliegenden gesunden Organe lässt sich somit jeden Tag millimetergenau bestimmen und die Bestrahlung kann – falls notwendig – sofort optimal an die aktuelle Situation angepasst werden. Zudem können wir mit der MRI-Technologie auch die Tumor- und Organbeweglichkeit während der Bestrahlung „live” überwachen. Diese Technik wurde in unserer Klinik als erste in der Schweiz bereits 2019 eingeführt. Als weiterhin einzige Klinik der Deutsch-Schweiz mit dieser Technik bieten wir höchste Expertise in diesem Gebiet.

Die körperstereotaktische Bestrahlung (SBRT) ist ein klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt unserer Klinik: Wir geben unser Wissen in einer Vielzahl an internationalen Kursen und Kongressen weiter. Wir sind in Leitlinienkommissionen als internationale Experten aktiv. Modernste Geräte und erfahrene Medizinphysikerinnen, Medizinphysiker und MTRAs tragen zu einer Behandlung in optimaler Qualität und Sicherheit bei.

Bestrahlung der Lebermetastasen mit dem Ziel der Beschwerdelinderung (Palliative Radiotherapie) 

Wenn zahlreiche oder sehr grosse Metastasen in der Leber vorliegen, können diese auch mal starke Schmerzen auslösen. Die Strahlentherapie ist hier eine hoch-effektive und nebenwirkungsarme Methode um Beschwerden, die durch die Metastasen ausgelöst werden, zu behandeln (Palliative Strahlentherapie). In diesem Fall erfolgt die Bestrahlung in wenigen täglichen Sitzungen (üblicherweise ein bis zwei).

Wir arbeiten eng mit den Kollegen/innen der Medizinischen Onkologie zusammen um eine Behandlung „aus einem Guss“ zu garantieren. Ebenso beraten wir uns frühzeitig mit unseren Kollegen der Palliativmedizin.

Verantwortliche Fachpersonen

Helena Isabel Garcia Schüler, Dr. med.

Oberärztin m.e.V., Klinik für Radio-Onkologie
Koordinatorin Darmtumorzentrum, Koordinatorin Magen- und Ösophagustumorzentrum, Comprehensive Cancer Center Zürich

Spezialgebiete: Extracranielle Stereotaxie inkl. MR-geführte Radiotherapie, Gastrointestinale und hepatobiliäre Tumore, Urologische Tumore
Tel. +41 44 255 35 67

Für Patientinnen und Patienten

Sie können sich als Patientin oder Patient nicht direkt zu einer Konsultation anmelden. Bitte lassen Sie sich durch Ihren Hausarzt, Ihre Hausärztin, Ihren Spezialisten oder Ihre Spezialistin überweisen.

Für Zuweisende

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Tel. +41 44 255 35 66

Verantwortliche Fachbereiche

Klinik für Radio-Onkologie

Comprehensive Cancer Center Zürich

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