Im Anschluss an die Baustellenbegehung von MITTE1|2 gibt Stella Wildbolz, Leitende Oberärztin am Institut für Intensivmedizin, einen persönlichen Einblick: Sie spricht über ihre Eindrücke vor Ort und darüber, welche Chancen der Neubau für den Arbeitsalltag und die Patientenversorgung eröffnet.
Was hat dich bei der Baustellenbegehung von MITTE1|2 besonders beeindruckt?
Pläne zu studieren oder die Baustelle von aussen zu betrachten ist eine Sache, doch erst mittendrin wurde mir die Dimension wirklich bewusst. Besonders beeindruckt hat mich, wie viel planerische Sorgfalt in Details wie die Lichtverhältnisse geflossen ist. Aspekte, die im Alltag für uns und unsere Patientinnen und Patienten spürbar sein werden.
Worauf freust du dich beim Neubau MITTE1|2 am meisten, gerade mit Blick auf die Intensivmedizin?
Die räumliche Zusammenlegung und organisatorische Restrukturierung unseres Instituts bieten eine grosse Chance für die strategische Weiterentwicklung. Ohne die bisherige räumliche Trennung können wir den fachlichen Austausch intensivieren und noch enger zusammenarbeiten. Das wird unsere Versorgungsqualität weiter stärken.
Wie wird sich dein Arbeitsalltag durch die neuen Möglichkeiten verändern?
Die Zusammenlegung der chirurgischen Intensivstationen bringt klare Vorteile: Kürzere Wege zu den Operationssälen erhöhen Effizienz und Patientensicherheit. Gleichzeitig stärkt die zentrale Struktur die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Pflege, Intensivmedizin und Chirurgie. Wenn Teams enger zusammenarbeiten, profitieren auch Kommunikation, Abläufe und gemeinsames Lernen.
Welche Veränderungen werden aus deiner Sicht den grössten Unterschied für Patientinnen und Patienten machen?
Die Architektur schafft mehr Ruhe und Orientierung, beides entscheidend auf einer Intensivstation. Verbesserte Lichtverhältnisse, Akustik und klare Wegführung wirken sich positiv auf Stressempfinden und Genesung aus. Dazu kommt mehr Privatsphäre für Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen, ein Aspekt, der Wohlbefinden und Würde in einer vulnerablen Situation stärkt.
Was wird im neuen MITTE1|2 möglich sein, was heute noch schwierig ist?
Ein grosser Fortschritt ist das räumliche Zusammenrücken von Intensivstation und Intermediate Care. Das ermöglicht schnellere, sicherere Verlegungen und eine effizientere Nutzung der Betten. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit der interprofessionellen Teams enger und Teammedizin funktioniert am besten, wenn man nicht über mehrere Gebäude verteilt ist.