Am 5. Mai ist Internationaler Hebammentag. Er macht sichtbar, was am Universitätsspital Zürich jeden Tag geschieht: Hebammen begleiten Frauen und ihre Familien durch eine der intensivsten Phasen ihres Lebens – vor, während und nach der Geburt.
„Wir begleiten Frauen und Familien während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Wir sind rund um die Uhr anwesend und unterstützen sie in dieser speziellen Zeit“, sagt Alexandra Kohler, Berufsbildnerin Hebamme an der Klinik für Geburtshilfe.
Von der Schwangerschaft bis zur Geburt
Die Arbeit der Hebammen beginnt lange vor der Geburt. Im USZ stehen werdenden Müttern verschiedene Angebote zur Verfügung, von Geburtsvorbereitungskursen über die Hebammensprechstunde bis hin zu Akupunktur. Auch individuelle Gespräche zur Geburtsplanung gehören dazu. Die Hebammensprechstunde ist dabei ein zentraler Anlaufpunkt: Hier werden Schwangerschaftskontrollen durchgeführt, Fragen geklärt und Unsicherheiten aufgefangen.
Während der Geburt sind Hebammen die konstanten Bezugspersonen. Sie beobachten den Verlauf, schätzen Situationen ein und begleiten die Frau durch die einzelnen Phasen. „Wir betreuen gesunde, aber auch kranke Frauen eng und empathisch während der Geburt“, sagt Alexandra Kohler. Am USZ gehören auch komplexe oder risikoreiche Situationen zum Alltag, entsprechend breit ist das Spektrum der Betreuung.
Im Zentrum steht, eine natürliche Geburt zu ermöglichen, solange es die Situation zulässt. Gleichzeitig unterstützen Hebammen Frauen darin, informierte Entscheidungen zu treffen und den Geburtsverlauf aktiv mitzugestalten. Sie ordnen Abläufe ein, zeigen Möglichkeiten auf und geben Orientierung, wenn sich Situationen verändern. Bei Bedarf setzen sie ergänzende Methoden wie Akupunktur, Aromatherapie oder Massagen ein.
Hebammen-betreute Geburt
Inspiriert von den Gedanken der hebammengeleiteten Geburt haben wir ein neues Konzept entwickelt, das die natürliche und persönliche Betreuung durch Hebammen mit Sicherheit und Annehmlichkeiten der modernen Medizin vereint.