Mit der APR bieten wir am Universitätsspital Zürich ein umfassendes Programm zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, des Krankheitsverständnisses und des Umgangs mit der Erkrankung. Die Rehabilitation im gewohnten Umfeld ermöglicht einen raschen Wiedereinstieg in den Alltag, den Beruf und Hobbys.
Therapie
Die APR ist ein interdisziplinäres Rehabilitationsprogramm speziell für Menschen mit Lungenkrankheiten. Sie umfasst drei Teile:
- Grundtraining
- Patientenschulung
- Anschlussprogramm
Konzept des Grundtrainings
Das Grundtraining dauert rund zwölf Wochen und umfasst ein massgeschneidertes Ausdauer- und Krafttraining und wird von Fachpersonen (Pneumologinnen und Physiotherapeutinnen) begleitet und überwacht.
Eine ärztliche Eintrittsuntersuchung stellt die Grundlage für das Programm dar.
Bei Indikation wird das Training mit Sauerstoff durchgeführt.
Programm:
24 Sitzungen über 12 Wochen.
2 Trainings à 90 Minuten / Woche, bestehend aus Kraft- und Ausdauertraining
Es besteht die Möglichkeit, im Anschluss an eine stationäre Rehabilitation ein verkürztes Programm zu durchlaufen. Für einen optimalen Erfolg sollte das Programm möglichst lückenlos absolviert werden.
Zu Beginn und bei Abschluss des Programms erfolgt eine pneumologische Untersuchung mit Messung der Lungenfunktion, Leistungstest, Evaluation der Lebensqualität und Optimierung der medikamentösen Therapie.
Mindestens einmal pro Woche findet eine Arztvisite während des Trainings statt um allfällige Probleme oder Fragen zu besprechen.
Bei Bedarf bieten wir eine Raucherberatung an und organisieren eine begleitende
Ernährungstherapie, eine psychologische Betreuung oder eine Sozialberatung.
Patientenschulung
Die Patientenschulung ist ein wichtiger Bestandteil der APR und findet in der Regel pro 12 Wochen 4x parallel zum Grundtraining statt.
Ziel der Patientenschulung ist es, die Patienten für ihre Symptome zu sensibilisieren, Grundkenntnisse zur Eigenbehandlung zu vermitteln und den Austausch zwischen Betroffenen zu fördern.
Anschlussprogramm
Das Ziel des Anschlussprogramms besteht darin, die im Grundtraining erzielten positiven Effekte zu erhalten: Weiterhin begleitet von Fachpersonen, besteht die Möglichkeit das Training im gewohnten Umfeld über das ganze Jahr fortzuführen
Streetracket in der pulmonalen Rehabilitation am Universitätsspital Zürich (USZ)
Streetracket ist ein niederschwelliges Bewegungskonzept aus der Schweiz, das koordinative und konditionelle Fähigkeiten kombiniert. Gespielt wird mit Schläger und Ball auf einfach markierten Feldern. Die Durchführung ist flexibel und kann alleine, zu zweit oder in Gruppen erfolgen – unabhängig von Ort, Infrastruktur oder sportlicher Vorerfahrung. Das Konzept ist für verschiedene Alters- und Leistungsgruppen adaptierbar.
Einsatz in der pulmonalen Rehabilitation
In der pulmonalen Rehabilitation am USZ wird Streetracket gezielt eingesetzt, um zentrale Therapieziele zu unterstützen. Dazu gehören insbesondere die Förderung der Hand-Augen-Koordination, der kognitiven Leistungsfähigkeit sowie der motorischen Kontrolle. Durch die Kombination aus Bewegung, Rhythmus und Aufmerksamkeit entsteht ein ganzheitlicher Trainingsreiz, der sowohl körperliche als auch neurokognitive Funktionen adressiert.
Ein wesentlicher Vorteil ist die individuelle Anpassbarkeit der Intensität und Komplexität. Übungen können auf jedes Belastungsniveau abgestimmt werden und ermöglichen so ein sicheres Training auch für Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig unterstützt das spielerische Setting Motivation, Selbstwirksamkeit und Freude an Bewegung – wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Rehabilitation.
Förderung der langfristigen körperlichen Aktivität
Ein zentrales Ziel der pulmonalen Rehabilitation ist die nachhaltige Integration von Bewegung in den Alltag. Streetracket bietet hierfür optimale Voraussetzungen, da es einfach, kostengünstig und ohne spezielle Infrastruktur umsetzbar ist. Patientinnen und Patienten können das Training nach Abschluss der Rehabilitation selbstständig weiterführen – zuhause, im öffentlichen Raum oder mit uns am USZ. Damit trägt Streetracket zur langfristigen Bewegungsförderung und Gesundheitskompetenz bei und unterstützt den Transfer von Therapieinhalten in den Alltag.
Das USZ als Gesundheitshub
Das USZ verfolgt die Vision, ein regionaler Gesundheitshub für nachhaltige Bewegung zu werden. Bewegungsangebote wie Streetracket stehen Patientinnen und Patienten auch nach Abschluss der Rehabilitation offen. Ziel ist es, eine kontinuierliche Betreuung zu ermöglichen, die körperliche Aktivität langfristig zu fördern und Rückfällen vorzubeugen.
Durch die strukturierte Erfassung und transparente Darstellung von Trainingsdaten möchten wir zudem zur Weiterentwicklung evidenzbasierter Bewegungsprogramme in der pulmonalen Rehabilitation beitragen.
Streetracket Daten
Zusammenarbeit
Die Betreuung findet durch unser kompetentes Rehabilitationsteam Physiotherapie Ergotherapie in Zusammenarbeit mit der Klinik für Pneumologie statt.
Voraussetzungen für die Teilnahme
- Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit
- abgeschlossene Diagnostik
- stabiler klinischer Zustand
- ausreichende Mobilität und Transportfähigkeit
Wirksamkeit/Ziele
- Verbesserung der Lebensqualität und der Leistungsfähigkeit
- weniger Atemnot
- Erhalten grösstmöglicher Selbständigkeit
- Wiedereingliederung ins soziale Umfeld
- Abnahme des Exazerbationsrisikos und weniger Hospitalisationen bei COPD Programm
Rahmenbedingungen
Kosten
Die Kosten des 12-wöchigen Grundtrainings werden von der Krankenkasse übernommen.
Organisation / Weitere Informationen
Universitätsspital Zürich
Klinik für Pneumologie und Physiotherapie Ergotherapie (PEU)
Auskunft
E-mail Ambulante pulmonale Rehabilitation (APR): apr-peu@usz.ch
Sekretariat Pneumologie.+41 44 255 22 21
alternativ Sekretariat Physiotherapie Ergotherapie Team Innere Medizin-Pneumologie: +41 44 255 22 83
Montag-Freitag 8.00 – 12.00 Uhr und 13.00 – 16.00 Uhr