Story

Flüssigkeitsmangel kann das Herz aus dem Takt bringen

Wenn der Körper zu wenig Flüssigkeit hat, gerät der Kreislauf unter Druck. Das kann den Blutdruck beeinflussen, das Herz stärker arbeiten lassen und bei empfindlichen Personen Herzrhythmusstörungen begünstigen. Besonders bei Hitze, körperlicher Belastung, Fieber, Erbrechen oder Durchfall steigt das Risiko für einen Flüssigkeitsmangel.

Wasser sorgt dafür, dass das Blut gut fliessen kann und Sauerstoff sowie Nährstoffe im Körper transportiert werden. Fehlt Flüssigkeit, wird das Blut konzentrierter und das Herz muss oft schneller schlagen, um die Versorgung aufrechtzuerhalten. Zusätzlich können wichtige Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium verloren gehen. Sie spielen eine zentrale Rolle für die elektrische Steuerung des Herzens. Gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance, kann der Herzrhythmus empfindlicher reagieren.

Auch bereits ein leichter Flüssigkeitsmangel kann die Herzfrequenz erhöhen und den Blutdruck verändern. Ältere Menschen spüren Durst oft weniger stark und trinken deshalb im Alltag zu wenig. Auch Personen mit Herzkrankheiten, mit niedrigem Blutdruck oder mit entwässernden Medikamenten sind besonders gefährdet. Bei ihnen kann schon ein leichter Flüssigkeitsverlust Beschwerden verstärken. Wer im Sommer viel schwitzt, sportlich aktiv ist oder körperlich arbeitet, sollte ebenfalls auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Menschen mit bekannten Herzrhythmusstörungen sollten besonders vorsichtig sein, weil Flüssigkeitsmangel ihre Symptome verschlimmern kann.

So erkennen Sie Flüssigkeitsmangel und wann Sie Hilfe brauchen

Zu wenig Flüssigkeit zeigt sich häufig durch Durst, trockenen Mund, Müdigkeit, Schwindel oder dunklen Urin. Manche Betroffene bemerken auch Herzklopfen oder Herzrasen. Bei stärkerem Mangel können Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Verwirrtheit oder eine deutliche Kreislaufschwäche dazukommen. Solche Beschwerden sollten nicht unterschätzt werden, vor allem wenn sie plötzlich auftreten oder sich rasch verschlechtern. Treten Herzrasen, Brustbeschwerden, starke Schwäche, Ohnmacht oder Verwirrtheit auf, sollte rasch medizinische Hilfe gesucht werden. Das gilt besonders dann, wenn gleichzeitig wenig getrunken wurde oder eine Erkrankung mit Flüssigkeitsverlust vorliegt.

Früh erkannt lässt sich die Ursache meist gut behandeln, und in vielen Fällen können schwerere Verläufe verhindert werden. Bei Unsicherheit ist es besser, zeitnah Kontakt mit der Hausarztpraxis oder dem Herzzentrum aufzunehmen.

Wie Sie vorbeugen und ihren Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht halten

Trinken Sie regelmässig über den Tag verteilt und warten Sie nicht, bis starker Durst entsteht. Wasser und ungesüsster Tee sind im Alltag gute Begleiter. Bei heissem Wetter, bei Fieber oder nach starkem Schwitzen kann der Bedarf deutlich steigen. Wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden oder Medikamente einnehmen, besprechen Sie Ihre Trinkmenge mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. So lassen sich Über- oder Unterversorgung vermeiden.

Kleine Schlucke über den Tag sind oft besser verträglich als grosse Mengen auf einmal. Wer bewusst auf seine Trinkmenge achtet, kann das Risiko für Kreislaufprobleme und Herzrhythmusstörungen senken und bleibt auch bei Hitze oder Belastung leistungsfähiger.

Verantwortlicher Fachbereich