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Ultraschalluntersuchungen in der Präventivmedizin

Bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) haben die Medizin in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Heute können wir Organe und Blutgefässe sehr deutlich sehen, ohne invasive Untersuchungen am Körper durchzuführen. In der Präventivmedizin ist es uns wichtig, dass wir die Methode anwenden, die Ihnen den grösstmöglichen Nutzen mit dem geringsten Risiko bietet. Ultraschall spielt hier eine besonders wichtige Rolle, da er sanft, strahlungsfrei und vielseitig ist.

Wir nutzen sie, um Krankheiten in einem frühen Stadium zu erkennen und rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Auf diese Weise können wir durch gezielte Empfehlungen oft verhindern, dass schwere Krankheiten überhaupt erst entstehen.

Lassen Sie Ihr Herz und Ihre Blutgefässe rechtzeitig untersuchen

Mit einer Ultraschalluntersuchung der Halsarterien können wir selbst kleinste Ablagerungen in den Gefässen erkennen – oft lange bevor Symptome auftreten. Diese Ablagerungen zeigen uns, wie gesund Ihr gesamtes Gefässsystem ist, denn alle Arterien im Körper sind grundsätzlich gleich aufgebaut. Wenn wir erste Veränderungen an den sichtbaren Arterien feststellen, prüfen wir das Gesamtrisiko: Wie hoch ist Ihr Cholesterinspiegel? Gibt es familiäre Risiken? Wie sieht Ihr Lebensstil aus – sitzend oder aktiv? Wie wirken sich Ernährung und Rauchen auf Sie aus?

Wenn wir sehen, dass ein erhöhtes Risiko besteht, wenden wir zusätzliche Methoden an. Ein CT-Scan des Herzens zeigt zum Beispiel die Koronararterien im Detail. So können wir mit Sicherheit entscheiden, wer von Medikamenten wie den Cholesterinsenkern, den so genannten Statinen, tatsächlich profitiert und wer keine Behandlung benötigt. Mit diesem Ansatz wollen wir Herzinfarkten und Schlaganfällen vorbeugen, ohne unnötige Behandlungen einzuleiten.

Bauchorgane und Herz im Ultraschall

Auch die Bauchorgane können wir mit Ultraschall zuverlässig identifizieren: die Leber, die Nieren, die Milz, die Bauchspeicheldrüse und die abdominale Aorta. Ein wichtiges Beispiel ist das abdominale Aortenaneurysma – eineErweiterung der Bauchaorta. Sie entwickelt sich langsam über Jahre hinweg, bleibt aber oft unbemerkt. Mit Ultraschall können wir sie erkennen, bevor sie gefährlich wird, und rechtzeitig moderne Therapien einleiten.

Die Untersuchung der Leber ist besonders wichtig. Die Blutwerte sind oft normal, während eine Ultraschalluntersuchung bereits eine Fettleber zeigt. Eine Fettleber kann Entzündungen und Narbenbildung verursachen und erhöht das langfristige Risiko von Leberkrebs. Wir nehmen die Bauchspeicheldrüsenverfettung auch deshalb ernst, weil sie häufig mit abnormen Blutzuckerwerten einhergeht und auf ein erhöhtes Diabetesrisiko hinweist. In diesen Fällen ist es wichtig, dass Sie Ihren Lebensstil und Ihre Ernährung sofort anpassen, damit die Organe das Fett loswerden und sich regenerieren können.

Bei einem Herzultraschall oder einer Echokardiographie können wir das Herz in Echtzeit schlagen sehen. Wir beurteilen, wie stark der Herzmuskel arbeitet und ob die Herzklappen richtig funktionieren. So können wir Probleme wie Bluthochdruck erkennen, bevor sie Symptome verursachen. Falls erforderlich, ergänzen wir die Untersuchung durch einen MRT- oder CT-Scan, um noch detailliertere Informationen zu erhalten.

Bluthochdruck, Diabetes und Fettlebererkrankungen gelten als „stille Killer“ – sie verursachen lange Zeit keine Schmerzen. Aber mit Ultraschall können wir diese Risiken sichtbar machen. Je früher wir Veränderungen erkennen, desto besser können wir Herzinfarkte, Schlaganfälle und Organschäden verhindern. Gemeinsam mit Ihnen werden wir die geeigneten Schritte zur Erhaltung Ihrer langfristigen Gesundheit entwickeln.

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