Facharztweiterbildung Anästhesiologie

Wir freuen uns, Anästhesistinnen und Anästhesisten auszubilden.

Jeder Assistenzarzt und Assistenzärztin wird einem Betreuer oder einer Betreuerin zugeteilt. Die betreuenden Oberärztinnen und Oberärzte organisieren die regulären Qualifikationen und Mitarbeitergespräche der Assistenzärztinnen und Assistenzärzte und sind die primären Ansprechpersonen im Kader.
Alle Assistenzärzte und Assistenzärztinnen werden regelmässig beurteilt. Wir setzen grossen Wert auf eine Trainee-Zentrierte und EPA (Entrustable Professional Activities) basierte Assessments. Aus diesem Grund kommt die «prEPAred APP» auch regelmässig bei uns zum Einsatz und ist fester Bestandteil unseres Alltages.

Die jährliche Qualifikation erfolgt auf Basis eines standardisierten Beurteilungsbogens. Mindestens fünf Kaderärztinnen oder Kaderärzte füllen diesen Bogen aus. Diese schriftlichen Beurteilungen werden dem Betreuenden vertraulich zugeschickt. Die Betreuenden benützen diese Beurteilungen als Orientierungshilfe für das Gespräch und die Gesamtbeurteilung. Beim Gespräch soll genügend Zeit und Aufmerksamkeit für die Honorierung der guten Leistungen aufgewendet werden. Es werden aber ebenso Merkmale besprochen, bei denen Fremd- und Selbstbild divergieren oder bei denen die Leistungen nicht befriedigen. Anschliessend werden Zielvereinbarungen für die nächste Beurteilungsperiode gemacht. Die Assistenzärztin oder der Assistenzarzt bekommt auch Gelegenheit, Kritik und Anregungen anzubringen.

Neben den unten aufgezeigten Strukturen, ist ein wichtiger Bestandteil der Weiterbildung unser Rotationsprogramm. Die internen wie externen Rotationen werden am IFA nach einem genau strukturierten Ablauf nach Punkten vergeben. Hierbei zählen Anstellungsdauer am Institut, erreichte Bewertung im letzten Beurteilungsgespräch, fachliche Qualifikation für die angestrebte Rotation, persönliches wissenschaftliches Engagement sowie die Anzahl der bereits absolvierten Rotationen für die Punkte- und Stellenvergabe.

Hierdurch kann eine gerechte Aufteilung der der Rotationsstellen unter den Assistentinnen und Assistenten gewährt werden.

Die Assistenzärztinnen und Assistenzärzte sind an unserem Institut in Sachen Weiterbildung aber nicht nur passiv, sondern im Rahmen des Journal Clubs, bei Studentenkursen (wo die Assistenten aktiv unterrichten) und bei der Bottom up Qualifikation (hierbei wird das Teaching der Oberärzte zweimal Jährlich von den Assistenten beurteilt) sehr aktiv eingebunden. Ebenso engagieren sich mehre Assistenzärztinnen und Assistenzärzte in der IFA Weiterbildungsgruppe und stehen als aktive Referentinnen und Referenten bei den Anästhesie Basic Vorträgen am Rednerpult.

Hier eine strukturierte Aufstellung unserer Weiterbildungsangebote:

  • IFA Simulationstraining
  • Simulationstrainingder F-HOER Intensivstation
  • SHOTT
    (Interprofessionelles und interdisziplinäres Simulationstraining des Schockraumteams. Trainiert werden typische Notfallsituationen im Simulationszentrum und im Schockraum mit Fokus auf Human Factors wie Kommunikation und Entscheidungsfindung im Team.)

  • Montagsfortbildung Am ersten Montag im Monat findet für die Assistenten und Unterassistenten jeweils eine Fortbildung über Basiskenntnisse der Anästhesie statt um diese zu präsentieren und zu reflektieren.
  • Mittwochsfortbildung(einmal monatlich)
    Präsentation von Top-Themen der Anästhesie. International renomierte Wissenschafter stellen neuste Erkenntnisse aus ihrem Fachgebiet vor. Es handelt sich um eine öffentliche Veranstaltung, die im offiziellen Vorlesungsverzeichnis USZ aufgeführt ist.
  • Journalclub(Institutsinterne Besprechung wichtiger Studien)
  • Fallbesprechungen(institutsintern)

Assistenzärztinnen und Assistenzärzte werden im klinischen Alltag eng von Kaderärztinnen und Kaderärzten betreut. Das 1:1 Teaching am Arbeitsplatz ist ein wichtiger Teil der Facharztausbildung und wird speziell gefördert.

Die Erlangung von Exzellenz im Ausüben unserer Kernkompetenz braucht Übung.

  • Airway basic: Kennenlernen und Üben der verschiedenen Techniken zur Beatmung und Atemwegssicherung.
  • Difficult Intubation Drill: üben des institutsinternen Algorithmus des schwierigen Atemweges.

  • Für die IFA Videoplatt-Formwerden werden unter der Leitung von Dr. med. Lukas J. Kandler zahlreiche anästhesiologische Inhalte als aufwendige Video Produktionen aufgearbeitet um auch komplexe medizinische Tätigkeiten und Zusammenhänge ansprechend und verständlich zu präsentieren.
  • Die Effektivität dieser Art Wissen zu vermitteln wird von uns wissenschaftlich untersucht. Die erste gross angelegte Studie mit mehreren Hundert Patienten wurde kürzlich vom renommierten British Journal of Anaesthesiology (BJA) veröffentlicht.

Wir bieten unseren Mitarbeitern Zugang zu:

  • Bibliothek
  • Uptodate
  • E-learning
  • Medizinischen APPs
  • Vereinfachter Zugang zu externen Kursen:
    – ATLS
    – ACLS
    – Notfallkurs
    – ERC

  • Strukturierte Einführung von Assistentinnen und Unterassistenntinnen
  • Rotationen zu Partner Spitälern und innerhalb des USZ Assessments mit der prEPAred APP

  • Reanimations-/Megacode-Training
  • Ultraschallworkshops
    – Perioperativ: Nervenblockaden, Gefässpunktion, Schockraum
    – Herzultraschall (TEE/TTE)
  • Fiberoptikworkshop
  • Workshop „Rückenmarksnahe Regionalanästhsie“
  • Gerinnungsworkshops
    – Interne Kurse zum ROTEM
    – Gerinnungssymposion Klosters

Zusätzlich zu den offiziellen Vorträgen und Weiterbildungen des IFA mit internationalen Referenten, werden in den einzelnen OP Bereichen wöchentlich lokale Weiterbildungsveranstaltungen organisiert.
Diese werden sowohl von den Assistenzärztinnen und Assistenzärzten, wie auch von den Oberärzten und der Anästhesiepflege gehalten. Die Themen sind sehr heterogen und werden von den jeweiligen Vortragenden selbst gestaltet.
Eine wichtige Basis der Fortbildungen bilden die „Tutorials of the week“ der World Federation of Societies of Anesthesiologists. Die Themen können aber auch individuell ausgesucht werden

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