Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene

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Sexuell übertragbare Infektionskrankheiten – Prävention und Behandlung

Sexuell übertragbare Infektionskrankheiten (STI) können schwerwiegende Folgen für die Betroffenen und ihre Partnerinnen und Partner haben. Wir beraten Patientinnen und Patienten zu Prävention, Diagnostik und Behandlung von STI.

Folgen von sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten

STI können zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung der sexuellen Gesundheit führen. Eine unbehandelte Syphilisinfektion kann zu bleibenden Organschäden und bei schwangeren Frauen zur schweren Erkrankung des Kindes führen. Bei einer Infektion mit Gonokokken sind nur noch wenige Antibiotika wirksam, sodass befürchtet werden muss, dass diese Infektion in der Zukunft nicht mehr therapierbar wird. Auch bei genitalen Chlamydieninfektionen kann es bei Frauen zu Komplikationen wie chronischen Unterbauchschmerzen und Infertilität kommen. Infektionen durch Hochrisikotypen von humanen Papillomviren (HPV) können zu Gebärmutterhalskrebs oder anderen Krebsarten führen. Neue STI wie Mykoplasmen sind in der Schweiz auf dem Vormarsch und aufgrund ihrer Resistenz auf viele Antibiotika schwierig zu therapieren.

Symptome von sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten

Die häufigsten Symptome von STI sind Ausfluss aus Harnröhre oder Scheide, schmerzhafte oder schmerzlose genitale Geschwüre, Schwellung der Leistengegend oder der Hoden oder Unterbauchschmerzen. In der Mehrzahl der Fälle verursachen STI jedoch keine Schmerzen oder andere Symptome und bleiben deshalb unbemerkt und unbehandelt.

Therapie von sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten

Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen STI. Berücksichtigt werden dabei die Empfindlichkeit auf die eingesetzten Antibiotika, mögliche Vorerkrankungen der Person oder Unverträglichkeiten.

Prävention von sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten

Wir beraten zu Massnahmen zur Prävention von STI. Hierbei spielen Kondomschutz und mögliche Impfungen (z.B. bei HPV, Hepatitis B) eine zentrale Rolle.

Aktuelle Forschung

Wir forschen auf dem Gebiet von verschiedenen sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten und führen Studien zur Prävention, Diagnostik und Therapie von STI durch. Wir kollaborieren dabei mit dem Institut für Medizinische Mikrobiologie und dem Institut für medizinische Virologe der Universität Zürich.

Verantwortliche Fachperson

Dominique Braun, PD Dr. med.

Oberarzt mit erweiterter Verantwortung, Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene
Wissenschaftlicher Oberarzt, Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene
Leiter SHCS Zentrum Zürich, Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene

Spezialgebiete: HIV, Sexuell übertragbare Infektionskrankheiten inkl. HIV-PrEP, Hepatitis C Infektionen
Tel. +41 44 255 33 22

Für Patientinnen und Patienten

Gerne beraten wir Sie für allgemeine infektiologische Anfragen in unserer Sprechstunde der Klinik für Infektiologie und Spitalhygiene USZ. Bei medizinischen Abklärungen empfehlen wir Ihnen eine Konsultation über Ihren Hausarzt mit einer allfälligen Zuweisung für vertiefte Abklärungen bei uns. Diese Kosten werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

Falls Sie eine telefonische Beratung für infektiologische Anfragen ohne Konsultation wünschen, dann steht Ihnen unsere kostenpflichtige Nummer zur Verfügung (CHF 3.00/Min. ab Beratungsbeginn). Diese Kosten werden nicht über die Krankenkasse übernommen, da es eine reine telefonische Beratungsdienstleistung, keine medizinische Konsultation, ist.

Tel. 0900 85 75 25

Für Zuweisende

Weisen Sie Ihre Patientin oder Ihren Patienten einfach online zu.

Tel. +41 44 255 33 22

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