Aufnahmebedingungen der Tagesklinik:
- Hohe Therapiemotivation
- Mindest BMI 17 für Aufnahme/Eintritt. Bereitschaft, den BMI 18.5 zu erreichen und beim persönlichen Setpoint Gewicht zwischen BMI 18,5 und 24,9 kg/m² (Normalgewicht) zu stabilisieren
- Bereitschaft die bulimische Symptomatik (falls vorhanden) während der Therapie schrittweise durch alternative Problembewältigungsstrategien zu ersetzen
Die TK ist für Patientinnen und Patienten gedacht, für welche eine klassische ambulante Therapie nicht ausreicht, die jedoch keinen stationären Rahmen möchten, da sie nicht aus ihrem sozialen Umfeld heraus wollen bzw. können. Weiter bietet die TK im Anschluss an die stationäre Behandlung einen idealen Übergang in den Alltag.
Das tagesklinische Programm inkludiert verschiedene Elemente, die sich teilweise mit denen der stationären Therapie überschneiden, sowie gemeinsame Mahlzeiten. Die Patienten und Patientinnen können halb- oder ganztags teilnehmen, und verbringen die Nacht bei sich zu Hause.
Zielgruppe
Dieses Angebot richtet sich an Menschen mit Essstörungen, bei denen eine ambulante Therapie nicht ausreicht, eine stationäre Therapie aber nicht erforderlich ist. Es dient auch dazu, den Übergang zwischen stationärer und ambulanter Behandlung zu verbessern und die erreichten Therapieziele zu stabilisieren und auszubauen. Häufig kann die TK eine Verkürzung der stationären Aufenthaltsdauer ermöglichen.
Programm
Das TK-Programm findet fünf Tage pro Woche statt und kann an die individuelle Situation angepasst und zusammengestellt werden:
- Einzeltherapie
- Gesprächsgruppen
- Ernährungsberatung
- Ergotherapie
- Physiotherapie
- Körpertherapie
- Praxisorientierte Elemente wie begleitete Mahlzeiten, auswärtige Mittagessen, Essplanung für zu Hause und Kochen
Die minimale Präsenz für die Tagesklinik besteht aus eineinhalb Tagen pro Woche.
Der Bezug zum Alltag ist während der TK von zentraler Bedeutung. Durch die intensive individuelle Begleitung soll schrittweise das Gelernte im Alltag bzw. zu Hause umgesetzt werden. Diese intensive Auseinandersetzung soll zu Veränderungen von essstörungsspezifischen Gedanken und Verhalten führen.