Überblick: Was ist eine Blasenentzündung?
Eine Blasenentzündung wird auch Zystitis, Cystitis oder Harnwegsinfektion genannt. Dabei handelt es sich um eine Infektion der Harnblase, die in den meisten Fällen durch Bakterien entsteht. Nur selten sind andere Erreger der Auslöser für eine Harnblasen-Entzündung. Bei der Blasenentzündung handelt es sich um einen „unteren Harnwegsinfekt“. Das ist ein Infekt der sogenannten unteren Harnwege; sie bestehen aus der Harnröhre und der Harnblase. (Die oberen Harnwege sind die Nieren und Harnleiter.)

Die Keime kommen fast immer von aussen in die Harnröhre, von dort aus dringen sie in die Harnblase vor. Hier lösen sie eine Entzündung aus. Wenn Ihre Harnblase entzündet ist, kann das zu krampfartigen Schmerzen in der Blase und zu Schmerzen beim Urinieren führen. Vermutlich müssen Sie auch in kürzeren Abständen als sonst die Toilette aufsuchen – obwohl die Menge des ausgeschiedenen Urins oft nur gering ist.
Eine Blasenentzündung kann zu Komplikationen führen, wenn sie nicht behandelt wird. Deshalb sollten Sie uns bei einer Zystitis aufsuchen. Meist lässt sich die Blasenentzündung mit einem Antibiotikum schnell heilen. In leichten Fällen – aber nur dann – können Sie versuchen, eine Harnblasen-Entzündung mit Hausmitteln in den Griff zu bekommen (Blasen- und Nierentee, Wärmflasche, Sitzbäder). Wenn eines der folgenden Merkmale zutrifft, handelt es sich jedoch nicht um einen leichten Fall einer Blasenentzündung, und Sie sollten uns aufsuchen:
- Ihre Zystitis wird von Fieber begleitet
- Ihre Blasenentzündung ist nach drei Tagen nicht abgeklungen
- Sie leiden zum wiederholten Mal an einer Blasenentzündung
Ein Besuch bei der Ärztin oder dem Arzt ist bei einer Blasenentzündung auch ratsam, wenn Sie zu einer der folgenden Gruppen gehören:
- Männer
- Schwangere
- Kinder
- Diabetiker/-in
- immungeschwächte Patienten und Patientinnen
Bei Männern treten Entzündungen der Harnblase zwar seltener auf als bei Frauen, aber der Verlauf einer Zystitis ist beim Mann oft komplizierter.
Zystitis: Häufigkeit und Unterschiede nach Geschlecht und Alter
Frauen:
Frauen sind deutlich häufiger von einer Blasenentzündung betroffen als Männer. Grund dafür ist die anatomisch kürzere Harnröhre, über die Keime leichter in die Harnblase aufsteigen können. Mehr als die Hälfte aller Frauen erlebt im Laufe ihres Lebens mindestens eine Zystitis. Besonders nach den Wechseljahren steigt das Risiko erneut, da hormonelle Veränderungen die Schleimhäute austrocknen und die natürliche Abwehr gegen Bakterien schwächen. Auch nach Geschlechtsverkehr treten Blasenentzündungen bei Frauen häufiger auf.
Männer:
Bei Männern treten Blasenentzündungen seltener auf, da ihre längere Harnröhre und antibakterielle Sekrete aus der Prostata einen gewissen Schutz bieten. Kommt es jedoch zu einer Infektion, verläuft sie häufig komplizierter. Häufige Ursachen sind Abflussstörungen des Urins durch eine vergrösserte Prostata oder Restharnbildung. Ab dem 50. Lebensjahr nehmen solche Probleme zu. Eine ärztliche Abklärung ist bei Männern daher immer ratsam, um auch Erkrankungen der Prostata oder Harnwege auszuschliessen.
Schwangere:
Während der Schwangerschaft begünstigen hormonelle Veränderungen und der Druck der wachsenden Gebärmutter auf die Harnwege eine Blasenentzündung. Der Urin staut sich leichter, wodurch sich Bakterien vermehren können. Da eine unbehandelte Infektion in der Schwangerschaft das Risiko für eine Nierenbeckenentzündung oder Frühgeburt erhöhen kann, sollte jede Blasenentzündung medizinisch behandelt werden. Schwangere erhalten meist ein speziell geeignetes, gut verträgliches Antibiotikum.
Kinder:
Auch Kinder können an einer Blasenentzündung erkranken – Mädchen häufiger als Jungen, da ihre Harnröhre kürzer ist. Bei Säuglingen und Kleinkindern zeigen sich die Symptome oft unspezifisch, zum Beispiel durch Fieber, Reizbarkeit oder Appetitlosigkeit. Wiederkehrende Infektionen sollten immer ärztlich abgeklärt werden, da sie auf eine Fehlbildung der Harnwege oder einen vesikoureteralen Reflux (Rückfluss von Urin in die Nieren) hinweisen können.
Ursachen eine Blasenentzündung
In den meisten Fällen sind Bakterien die Ursache für eine Zystitis. Mehr als drei Viertel aller bakteriellen Blasenentzündungen werden von Erregern des Typs Escherichia coli (kurz: E-coli) ausgelöst. Diese Bakterien gehören zur menschlichen Darmflora. Da bei Mädchen und Frauen die Entfernung zwischen dem Darmausgang und dem Ende der Harnröhre nur gering ist, können die Darmbakterien leicht vom After an den Ausgang der Harnröhre geraten (und von dort in die Harnblase). Andere Bakterien können in deutlich selteneren Fällen ebenfalls eine Blasenentzündung verursachen. Zum Beispiel Enterokokken oder Staphylokokken. Weniger häufig entsteht eine Zystitis durch Pilze oder Viren.
Es gibt mehrere mögliche Ursachen dafür, dass all die unterschiedlichen Keime überhaupt in Ihre Harnröhre und Blase gelangen können:
- falsche Putztechnik auf der Toilette (wischen Sie sich den Po immer von vorne nach hinten ab, damit keine Darmbakterien an Ihre Harnröhre kommen)
- Sex (die hierbei verbreiteten Bakterien, meist aus der Darmflora, erzeugen eine Blasenentzündung, die „Honeymoon-Zystitis“ oder „Flitterwochen-Blasenentzündung“ genannt wird)
- gestörte Vaginalflora (kann durch übertriebene, nachlässige oder falsche Intim-Hygiene entstehen, Fehlen von Milchsäurebakterien in der Menopause)
- Scheidenentzündung
- Schwangerschaft (das Hormon Progesteron erweitert die Muskulatur der Harnwege; dadurch können Keime leichter zur Blase aufsteigen. Zudem ist der Anteil infektionshemmender Substanzen im Urin bei Schwangeren verringert.)
- Menopause
Verschiedene Risikofaktoren können die Entstehung einer Harnblasen-Entzündung begünstigen. Hierzu gehört vor allem die Unterkühlung, zum Beispiel durch nasse Badekleidung. Eine geschwächte Immunabwehr, Diabetes mellitus, Inkontinenz und Blasensteine sind weitere Risikofaktoren für eine Zystitis.
Blasenentzündung und Beckenboden
In den meisten Fällen liegt bei einer Blasenentzündung eine bakterielle Entzündung vor. Doch bei ungeklärter Ursache sollen andere Erkrankungen durch eine Blasenspiegelung ausgeschlossen werden. In gewissen Fällen hilft ein gezieltes Beckenbodentraining, die Blase zu stärken.
Symptome einer Blasenentzündung
Zwei Merkmale sind für eine Blasenentzündung besonders typisch:
- brennende Schmerzen beim Wasserlassen
- häufig wiederkehrender Harndrang
Neben diesen Symptomen gibt es eine Reihe weiterer Krankheitszeichen für eine Zystitis, die aber nicht in jedem Fall auftauchen müssen. Sie treten auch nicht alle gemeinsam in Erscheinung:
- Schmerzen im Unterleib
- getrübter Urin
- unangenehm riechender Urin
- Blut im Urin
- plötzlich auftretender, drängender Harndrang mit Inkontinenz (weil die Zeit nicht mehr reicht, die Toilette aufzusuchen)
- Fieber
- Rückenschmerzen (wenn die Zystitis auf die Nieren übergreift oder bei Männern auch auf die Prostata)
Abgrenzung zu anderen Erkrankungen der Harnwege
Eine Blasenentzündung wird oft mit anderen Erkrankungen des Harntrakts verwechselt, da die Symptome – wie Brennen beim Wasserlassen oder häufiger Harndrang – ähnlich sein können. Es handelt sich jedoch um unterschiedliche Krankheitsbilder, die verschiedene Bereiche des Harnsystems betreffen. Die genaue Unterscheidung ist wichtig, da sich die Behandlung und mögliche Komplikationen unterscheiden.
| Erkrankung |
Betroffener Bereich |
Typische Symptome |
Besonderheiten / Abgrenzung |
| Blasenentzündung (Zystitis) |
Harnblase |
Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Schmerzen im Unterbauch. |
Häufigste Form des Harnwegsinfekts, meist bakteriell verursacht; betrifft vor allem Frauen. |
| Harnröhrenentzündung (Urethritis) |
Harnröhre |
Brennen oder Jucken in der Harnröhre, eventuell Ausfluss. |
Häufig durch sexuell übertragbare Erreger (z. B. Chlamydien, Gonokokken); nicht immer gleichzusetzen mit Blasenentzündung. |
Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis)
|
Nierenbecken und Nierengewebe |
Fieber, Flankenschmerzen, Schüttelfrost, allgemeines Krankheitsgefühl. |
Meist Folge einer unbehandelten Blasenentzündung; kann schwerwiegende Komplikationen verursachen. |
Prostataentzündung (Prostatitis)
|
Prostata (bei Männern) |
Schmerzen beim Wasserlassen, Druckgefühl im Damm, Fieber. |
Tritt nur bei Männern auf; kann den Verlauf einer Blasenentzündung komplizieren. |
| Harnwegsinfekt (HWI) |
Überbegriff für alle Infektionen der Harnwege |
Abhängig von betroffenem Bereich. |
Sammelbegriff, der auch Blasen-, Harnröhren- und Nierenentzündungen umfasst. |
| Blasenschmerzsyndrom (Früher Interstitielle Zystitis) |
Schmerzen in den Harnwegen ohne Infektion |
Unterleibschmerzen, Schmerzen verstärkt im Zusammenhang mit Wasserlösen. |
Chronische Erkrankung |
Harnblasen-Entzündung Diagnose
Die Symptome einer Blasenentzündung wie Brennen beim Wasserlassen oder häufiger Harndrang sind häufig sehr typisch, können jedoch mit Beschwerden anderer Harnwegserkrankungen überlappen. Deshalb ist eine genaue Diagnose wichtig, um die betroffene Region, die Ursache der Infektion und den passenden Behandlungsweg zu bestimmen. Nur so lässt sich entscheiden, ob eine Antibiotikatherapie notwendig ist und welcher Wirkstoff sinnvoll ist.
Um die näheren Umstände einer Blasenentzündung zu bestimmen, stehen verschiedene Methoden zur Verfügung:
- Urinuntersuchung mit einem in den Harn gehaltenen Teststreifen. Sie soll klären, ob der Urin bestimmte Substanzen enthält. Weisse Blutkörperchen (Leukozyten) weisen auf eine Entzündung hin und Nitrit (ein von Bakterien gebildetes Stoffwechselprodukt) zeigt an, dass Bakterien vorhanden sind.
- Urinuntersuchung im Labor. Die im Harn enthaltenen Bakterien vermehren sich auf einem Nährboden. Wenn eine bestimmte Menge erreicht ist, lassen sie sich genau identifizieren. Wenn die Bakterienart bekannt ist, kann man gezielt das wirkungsvollste Antibiotikum gegen Ihre Zystitis ermitteln. Das ist vor allem bei Schwangeren wichtig und bei Erkrankten, die schon mehrfach Blasenentzündungen hatten.
- Ultraschall-Untersuchung. Auf den Bildern eines Ultraschallgeräts kann man zum Beispiel erkennen, ob Sie Blasensteine haben oder ob die Harnwege anatomische Veränderungen aufweisen.
- Blasenspiegelung (Zystoskopie). Bei dieser Untersuchung führt ein Arzt oder eine Ärztin ein Endoskop (ein dünnes Kabel mit Kamera) durch den Harnleiter in die Blase ein. So kann man zum Beispiel sehen, ob sich dort ein Tumor befindet.
Blasenentzündung vorbeugen & Früherkennung
Am einfachsten können Sie einer Entzündung der Harnblase vorbeugen, indem Sie ausreichend viel trinken. Es sollten mindestens 1,5 Liter am Tag sein. So werden Bakterien, die eine Zystitis verursachen könnten, ausgeschwemmt und können sich nicht so leicht im Harntrakt festsetzen. Und: Halten Sie sich warm und vermeiden Sie vor allem Unterkühlungen des Unterleibs und der Füsse.
Wenn Sie Harndrang verspüren, halten Sie den Urin nach Möglichkeit nicht lange zurück. Auch nach dem Sex sollten Sie bald urinieren. So können Bakterien, die möglicherweise in die Harnröhre gelangt sind, ausgeschieden werden. Achten Sie darauf, sich auf der Toilette richtig abzuwischen: immer von vorne nach hinten (von der Scheide zum After). So vermeiden Sie, dass Darmbakterien mit Ihrem Harntrakt in Berührung kommen.
Auch die richtige Intim-Hygiene ist wichtig: Zu viel kann hier ebenso schaden wie zu wenig. Am besten reinigen Sie Ihren Intimbereich mit warmem Wasser, aber nicht mit Intimsprays oder desinfizierenden Mitteln.
Es besteht auch die Möglichkeit, sich gegen eine Zystitis impfen zu lassen. Das geschieht nicht mit einer Spritze, sondern indem Sie über einen längeren Zeitraum hinweg täglich eine Kapsel schlucken. Sie enthält einen Impfstoff, der Bestandteile von E-coli-Bakterien enthält.
Verlauf und Prognose der Harnblasen-Entzündung
In den meisten Fällen verlaufen Entzündungen der Harnblase harmlos. Manchmal heilt eine Zystitis sogar von selbst ab. Aber auch eine rechtzeitige und richtige Behandlung kann dafür sorgen, dass Sie Ihre Blasenentzündung innerhalb weniger Tage loswerden. So ein harmloser Verlauf des Blasenkatarrhs ist allerdings an mehrere Voraussetzungen geknüpft: Ihre Nieren funktionieren ohne Störungen, Sie haben keine chronische (wiederholte) Zystitis, in Ihrem Harntrakt gibt es keine anatomischen Besonderheiten und Sie haben keine Begleiterkrankungen, die eine Blasenentzündung begünstigen könnten (zum Beispiel Diabetes mellitus).
Weniger wahrscheinlich, aber durchaus möglich ist, dass Ihre Zystitis einen schwierigeren Verlauf nimmt. So können zum Beispiel Bakterien von der entzündeten Harnblase weiter aufsteigen und einen oberen Harnwegsinfekt auslösen (zum Beispiel eine Nierenbeckenentzündung).
Möglich ist auch, dass Ihre akute Zystitis mehrfach wiederkehrt und sich zu einer chronischen Harnblasen-Entzündung entwickelt. Im Extremfall könnte dann langfristig Blasengewebe geschädigt werden und die Folge könnte eine Schrumpfblase sein (eine verkleinerte Harnblase).
Chronische Blasenentzündung
Von einer chronischen Blasenentzündung spricht man, wenn innerhalb eines Jahres mehr als zwei bis drei Episoden einer Zystitis auftreten oder die Beschwerden über längere Zeit immer wiederkehren. Betroffen sind häufig Frauen, da ihre Harnröhre kürzer ist und Keime leichter aufsteigen können.
Ursachen können anhaltende bakterielle Infektionen, anatomische Besonderheiten der Harnwege, Restharnbildung (z. B. durch eine vergrösserte Prostata) oder Hormonveränderungen nach den Wechseljahren sein. Auch eine geschwächte Abwehrlage, häufiger Geschlechtsverkehr oder bestimmte Verhütungsmittel (z. B. Diaphragma, Spermizide) können wiederkehrende Infektionen begünstigen.
Bei chronischen Beschwerden ist eine gründliche ärztliche Abklärung wichtig, um die Ursache zu finden und gezielt zu behandeln. Neben einer antibiotischen Therapie können präventive Massnahmen wie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, regelmässiges Wasserlassen, Blasen- und Nierentees, Cranberry-Präparate oder eine lokale Östrogentherapie bei postmenopausalen Frauen helfen, Rückfälle zu vermeiden.
Was tun bei einer Blasenentzündung?
Je nach Ursache und Dauer der Erkrankung gibt es verschiedene Ansätze, eine Harnblasen-Entzündung zu behandeln. Blasenentzündungen lassen sich fast immer erfolgreich behandeln. In leichten Fällen müssen Sie nicht einmal Antibiotika einnehmen. Unbehandelt sollte eine Zystitis aber nicht bleiben. Und: Wenn Sie an einer Entzündung der Harnblase leiden, sollten Sie in jedem Fall viel trinken.
Hausmittel bei einer Blasenentzündung
In leichten, unkomplizierten Fällen kann eine Blasenentzündung mit Hausmitteln gelindert werden – vorausgesetzt, es liegen keine Risikofaktoren oder Begleiterkrankungen vor. Hausmittel unterstützen die Heilung und können Beschwerden abschwächen, ersetzen aber keine ärztliche Behandlung, wenn Symptome anhalten oder Fieber auftritt.
Bewährte Hausmittel und unterstützende Massnahmen:
- Viel trinken: Mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich helfen, Bakterien aus der Blase zu spülen. Geeignet sind Wasser, Kräutertee oder spezielle Blasen- und Nierentees.
- Wärme: Eine Wärmflasche, ein warmes Bad oder feuchtwarme Umschläge auf dem Unterbauch entspannen die Muskulatur und lindern Schmerzen.
- Blasen- und Nierentees: Pflanzliche Tees mit Goldrutenkraut, Brennnessel, Bärentraubenblättern oder Schachtelhalm wirken harntreibend und entzündungshemmend.
- Cranberry-Produkte: Cranberrysaft oder -kapseln können verhindern, dass sich Bakterien an der Blasenwand anheften. Die Wirksamkeit ist individuell unterschiedlich, kann aber vorbeugend oder unterstützend hilfreich sein.
- Vitamin C-reiche Ernährung: Eine leicht saure Urinumgebung kann das Bakterienwachstum hemmen.
- Körperliche Schonung: Ruhe unterstützt das Immunsystem bei der Bekämpfung der Infektion.
- Schmerzmedikament: Lindern effektiv die Blasenkrämpfe
- Phytotherapeuika: pflanzliche Medikamente wirken antibakteriell
Wichtig: Wenn die Beschwerden nach zwei bis drei Tagen nicht deutlich besser werden oder Fieber, Rückenschmerzen oder Blut im Urin auftreten, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Schwangere, Männer und Kinder sollten eine Blasenentzündung grundsätzlich medizinisch abklären lassen.
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Häufige Fragen zum Thema Blasenentzündung
Man sollte eine Blasenentzündung nicht ignorieren oder zu früh abbrechen, wenn Symptome nachlassen. Alkohol, Koffein und stark gewürzte Speisen reizen die Blase zusätzlich und sollten vermieden werden.
Häufig sind Darmbakterien wie Escherichia coli die Ursache, die über die Harnröhre in die Blase gelangen. Begünstigende Faktoren sind unter anderem Kälte, Geschlechtsverkehr, unzureichende Flüssigkeitsaufnahme oder ein geschwächtes Immunsystem.
Eine Blasenentzündung (Zystitis) ist eine Form des Harnwegsinfekts, bei der nur die Blase betroffen ist. Der Begriff Harnwegsinfekt umfasst auch Infektionen anderer Abschnitte, etwa der Harnröhre oder der Nieren.
Leichte, unkomplizierte Blasenentzündungen können manchmal innerhalb weniger Tage von selbst abklingen, wenn ausreichend getrunken wird. Bei anhaltenden oder stärkeren Beschwerden sollte jedoch ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Eine schnelle Linderung gelingt meist durch reichliches Trinken, Wärme und gegebenenfalls eine gezielte Antibiotikatherapie. Schmerzmittel können die Beschwerden kurzfristig reduzieren, ersetzen aber keine ärztliche Abklärung.
Viel Flüssigkeit, Wärme und pflanzliche Präparate mit Bärentraubenblättern, Goldrute oder Brennnessel können die Heilung unterstützen. Auch Blasen- und Nierentees fördern das Ausschwemmen von Bakterien.
Ja, in manchen Fällen heilt eine leichte, unkomplizierte Blasenentzündung ohne Antibiotika ab. Wichtig ist, ausreichend zu trinken und den Verlauf zu beobachten – bei Fieber, Schmerzen oder Blut im Urin sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.
Kälte, zu wenig Flüssigkeit, langes Zurückhalten des Urins und reizende Getränke wie Kaffee oder Alkohol können die Symptome verstärken. Auch unvollständig behandelte Infektionen erhöhen das Risiko einer Verschlechterung.
Ein Arztbesuch ist nötig, wenn Fieber, Rückenschmerzen oder Blut im Urin auftreten oder die Beschwerden nach zwei Tagen nicht besser werden. Schwangere, Männer und Kinder sollten grundsätzlich ärztlich untersucht werden.
Eine Blasenentzündung selbst ist in der Regel nicht ansteckend. Da jedoch bestimmte Bakterien beim Geschlechtsverkehr übertragen werden können, ist gute Intimhygiene wichtig.
Ein Harnwegsinfekt bezeichnet eine bakterielle Infektion irgendwo im Harntrakt, etwa in Harnröhre, Blase oder Niere. Die Blasenentzündung ist die häufigste und meist mildere Form dieses Infekts.
Ja, leichte Blutbeimengungen im Urin können bei einer Blasenentzündung vorkommen. Die gereizte und entzündete Blasenschleimhaut kann kleine Blutgefässe verletzen, wodurch der Urin rötlich oder bräunlich erscheint. Hält die Blutung an oder treten zusätzlich Fieber und starke Schmerzen auf, sollte unbedingt eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Unterleibsschmerzen bei einer Blasenentzündung halten in der Regel nur wenige Tage an – meist klingen sie innerhalb von drei bis fünf Tagen nach Beginn der Behandlung oder ausreichender Flüssigkeitszufuhr ab. Bleiben die Schmerzen länger bestehen oder verschlimmern sie sich, kann dies auf eine komplizierte oder aufsteigende Infektion (z. B. Nierenbeckenentzündung) hindeuten und sollte ärztlich untersucht werden.
Rückenschmerzen bei einer Blasenentzündung treten typischerweise im unteren Rückenbereich oder in der Nierengegend auf – also seitlich oberhalb der Taille. Wenn die Schmerzen dort stärker werden oder beidseitig auftreten, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass sich die Infektion auf die Nieren ausgebreitet hat (Nierenbeckenentzündung). In diesem Fall sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.