Als Osteoporose (auch Knochenschwund genannt) wird eine krankhafte Abnahme der Knochenmasse und Verschlechterung der Knochenstruktur bezeichnet. Dadurch wird das Skelett instabil und es kann spontan oder schon wegen eines kleinen Unfalls zu Knochenbrüchen kommen. Sie selber können einer Osteoporose vorbeugen durch einen gesunden Lebensstil und ausreichend Bewegung. Manchmal lässt sich eine Osteoporose trotzdem nicht verhindern. Zusätzliche spezielle Medikamente gegen Osteoporose können in diesem Fall das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und das Risiko für Knochenbrüche vermindern.
Bis etwa zum 25. Altersjahr bauen wir unser Skelett auf. Danach bleibt unser Knochen während Jahren mehr oder weniger stabil. Ab dem 40. Lebensjahr beginnt der natürliche Alterungsprozess unserer Knochen: Der Mineralsalzgehalt und damit die Stabilität nehmen langsam ab. Bei einer Osteoporose verlieren Betroffene allerdings zu viel Knochenmasse in kurzer Zeit. Ein gesunder Knochen ist schwammartig aufgebaut mit dichten und festen Strukturen, den Knochenbälkchen. Die Abnahme der Knochendichte und die verminderte Knochenqualität führt zu einer Abnahme von Stabilität und Belastbarkeit der Knochen. Schreitet dieser Prozess fort, kann es bei geringsten Unfällen, Alltagstätigkeiten oder sogar spontan zu Knochenbrüchen kommen. Davon betroffen ist oft die Wirbelsäule, ausserdem Oberschenkel, Oberarme und Unterarme.
Obwohl vor allem Frauen nach den Wechseljahren von Osteoporose betroffen sind, kann die Erkrankung auch bei Männern im fortgeschrittenen Alter auftreten. Gewisse Krankheiten oder Medikamente können aber auch bereits bei jungen Menschen zu einer verminderten Knochendichte führen. Die Osteoporose selber tut nicht weh, aber Knochenbrüche sind meist schmerzhaft und können zu einem Verlust an Lebensqualität führen, vor allem wenn es sich um Hüftbrüche oder Wirbelbrüche handelt. Deshalb empfiehlt es sich, frühzeitig mit vorbeugenden Massnahmen zu beginnen.
Für die Abnahme der Knochendichte und der Mikroarchitektur, die schliesslich zu Osteoporose führen, können verschiedene Gründe verantwortlich sein:
Im frühen Verlauf machen sich kaum Anzeichen für eine Osteoporose bemerkbar. Eine Diagnose ist deshalb in diesem Stadium nur durch eine zielgerichtete Suche möglich. Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten, kommt es zu Knochenbrüchen, die wiederum Beschwerden nach sich ziehen. Je nachdem wie und wo der Bruch entstanden ist, können Schmerzen akut oder chronisch auftreten.
Betroffen ist häufig die Lenden- oder Brustwirbelsäule. Damit verbundene Schmerzen sind oft diffus und für Betroffene nicht konkret lokalisierbar. Darüber hinaus kann eine Osteoporose andere Symptome mit sich bringen:
Eine andere häufig betroffene Stelle ist die Hüfte. Hüftbrüche müssen meistens operativ versorgt werden und führen oft zu einer langen Einschränkung der Mobilität und eventuell dauernder Hilfebedürftigkeit.
Treten erste Symptome oder Knochenbrüche auf, die auf eine Osteoporose hindeuten, werden wir eine entsprechende Untersuchung vorschlagen. Ebenso ist es wichtig, bei Vorliegen von Risikofaktoren oder gewissen anderen Krankheiten gezielt nach einer Osteoporose zu suchen. Zur Erkennung einer Osteoporose wenden wir verschiedene diagnostische Methoden an:
Zur Untermauerung der Diagnose können wir zusätzliche Untersuchungen durchführen:
Das Gesamtbild der Ergebnisse ermöglicht eine zielgerichtete Therapie.
Das Behandlungsteam des Zentrums für Alterstraumatologie besteht aus Fachspezialisten aus unterschiedlichen Berufsgruppen. Ärztinnen und Ärzte der Klinik für Traumatologie sowie der Klinik für Altersmedizin sind auf die Behandlung von Verletzungen und Frakturen, wie auch in der Altersmedizin, spezialisiert. Sie kümmern sich um Ihre medizinische Behandlung und koordinieren diese bei Bedarf mit Fachleuten aus anderen Bereichen und mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.
Osteoporose lässt sich zwar nicht immer völlig verhindern oder aufhalten, aber es gibt verschiedene Methoden, um der Erkrankung vorzubeugen. Viele Massnahmen sind einfach umzusetzen:
Wird eine Osteoporose nicht behandelt, nimmt die Knochendichte stetig ab. Es kann zu Knochenbrüchen kommen, vor allem an der Wirbelsäule, aber auch im Oberschenkel und der Hüfte. Erhebliche Schmerzen und zunehmende Einschränkung des Lebens sind die Folge. Da dauerhafte Schmerzen eine massive geistige und emotionale Belastung sind, sollten sich Betroffene, wenn nötig, psychologische Unterstützung holen. Auch wenn Osteoporose nicht heilbar ist, lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung doch verhindern oder wenigstens verlangsamen.
Jede körperliche Erkrankung kann auch mit psychischen Belastungen verbunden sein. Diese kann sich unter anderem in Sorgen, Anspannung, Gedankenkreisen oder Schlafstörungen zeigen und den Behandlungsverlauf erschweren. Falls Sie oder Ihre Angehörigen den Wunsch nach psychiatrisch-psychologischer Beratung und Unterstützung haben, stehen Ihnen unsere Fachleute im USZ gerne zur Verfügung.
Je nach Stadium der Osteoporose ist das Ziel einer Therapie, den Verlauf der Erkrankung zu stoppen oder zu verlangsamen und vorhandene Knochenbrüche optimal zu versorgen. Je früher es Ihnen gelingt, mögliche Risikofaktoren zu beseitigen und einen gesunden Lebensstil zu führen, umso eher können Sie belastende Folgen der Osteoporose reduzieren oder vermeiden.
Bei einem operativen Eingriff wird vom Institut für Anästhesiologie das individuell auf Sie angepasste Anästhesie-Verfahren ausgewählt.