Überblick: Was ist Arthrose?
Bei einer Arthrose nutzt sich mit fortschreitendem Alter die Knorpelschicht der Gelenke immer mehr ab. Sie wird dünner und rauer. Mitunter ist der Knorpelabrieb so stark, dass an bestimmten Stellen des Gelenks der unter dem Knorpel liegende Knochen freiliegt. Aufgrund des fortschreitenden Knorpelschwunds bezeichnen Medizinerinnen und Mediziner die Arthrose auch als degenerative Gelenkerkrankung. Typische Anzeichen sind zum Beispiel Bewegungs-assoziierte Schmerzen und kurze Steifigkeit (Minuten) oder steife Gelenke. Manche Betroffenen haben aber auch wenig Beschwerden.
Arthrose Arten
Arthrose Arten Arthrose wird nach verschiedenen Kriterien eingeteilt, unter anderem nach ihrer Ursache, der Anzahl der betroffenen Gelenke und ihrer Lokalisation:
Nach Ursache:
- Primäre Arthrose: Tritt ohne erkennbare Vorerkrankung oder spezifische Ursache auf. Sie wird oft dem natürlichen Alterungsprozess und der genetischen Veranlagung zugeschrieben und hat ein ganz typisches Gelenksbeteiligungsmuster.
- Sekundäre Arthrose: Entwickelt sich als Folge einer bekannten Ursache oder Vorschädigung des Gelenks. Dazu gehören Gelenkverletzungen (z.B. Frakturen, Bandverletzungen), Fehlstellungen (z.B. X-Beine, Hüftdysplasie), entzündliche Gelenkerkrankungen (z.B. Rheumatoide Arthritis, Kristallarthropathien), Stoffwechselstörungen oder eine chronische Überlastung des Gelenks.
Nach Anzahl der betroffenen Gelenke:
- Monoarthrose: Beschreibt den Gelenkverschleiss, der nur ein einziges Gelenk betrifft.
- Oligoarthrose: sind 2-4 Gelenke betroffen.
- Polyarthrose: Liegt vor, wenn mehrere Gelenke (oft fünf oder mehr) gleichzeitig von Arthrose betroffen sind.
Nach Lokalisation: Arthrose kann grundsätzlich jedes Gelenk des Körpers betreffen. Folgend sind die Gelenke eine primären Arthrose gelistet.
- Gonarthrose: Arthrose des Kniegelenks
- Coxarthrose: Arthrose des Hüftgelenks
- Rhizarthrose: Arthrose des Daumensattelgelenks
- Heberden-Arthrose/Bouchard-Arthrose: Arthrose der Fingergelenke (Heberden-Arthrose an den Endgelenken, Bouchard-Arthrose an den Mittelgelenken)
- Spondylarthrose/Facettengelenksarthrose: Arthrose der kleinen Wirbelgelenke
- Arthrose des Grosszehengrundgelenks (MTP I)
Häufigkeit und Alter
Arthrose gilt als weltweit häufigste Gelenkerkrankung bei Erwachsenen. Sie ist eine normale, altersbedingte Verschleisserscheinung, daher sind vor allem ältere Menschen davon betroffen. Manchmal tritt der Knorpelverschleiss aber auch bei jungen Menschen auf, die ihre Gelenke dauerhaft einer grossen Belastung aussetzen (z. B. beim Leistungssport).
Neben dem Alter hat auch das Geschlecht einen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit, eine Arthrose zu entwickeln: Bis zum 55. Lebensjahr leiden vor allem Männer daran, mit einem Lebensalter von über 55 Jahren erkranken immer mehr Frauen.
Arthrose: Ursachen und Risikofaktoren
Die Knochenenden im Gelenk sind von einer elastischen und schützenden Knorpelschicht umgeben. Mit zunehmendem Lebensalter wird die Knorpelschicht durch den natürlichen Verschleiss immer dünner. Auch Verletzungen können zu irreparablen Schäden am Knorpel führen.
In jedem Fall gilt: Fehlt die schützende Knorpelschicht ganz oder teilweise, liegen die Knochenenden im Gelenk direkt aufeinander. Stösse oder andere mechanische Belastungen können dadurch nicht mehr abgemildert werden. An den Knochenenden bildet sich stattdessen Knochenmaterial, das die Überlastung im Gelenk ausgleichen soll. Die Folge: Die Gelenke werden dick und verformen sich. Die Wülste aus Knochensubstanz, die um das Gelenk herum reichen, nennt man auch „Osteophyten“.
Durch die dauernde Reibung können zudem Knochen- oder Knorpelstücke in die Gelenkflüssigkeit gelangen und die Gelenkinnenhaut reizen. Das kann zu einer vorübergehenden Entzündung mit einer Rötung oder Schwellung des betroffenen Gelenks führen. Mediziner sprechen dann von einer „aktivierten Arthrose“.
Risikofaktoren für eine Arthrose
Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die das Entstehen einer Arthrose fördern können. Dazu gehören zum Beispiel:
- Übergewicht
- dauernde Überlastung durch Beruf oder Sport
- angeborene Fehlstellungen
- familiäre Veranlagung
- Verletzungen der Knorpelschicht
- nicht ausgeheilte Verletzungen am Gelenk (z. B. des Bandapparates oder des Meniskus)
- Geschlecht (Frauen sind generell häufiger betroffen als Männer)
Arthrose Symptome
Es gibt verschiedene Anzeichen für eine Arthrose. Menschen mit Arthrose spüren Schmerzen, wenn sie das betroffene Gelenk nach längerer Ruhe (z. B. Sitzen, Liegen) wieder bewegen. Der Schmerz verschwindet aber normalerweise durch die Bewegung schnell wieder. Medizinerinnen und Mediziner sprechen in diesem Fall auch von Anlaufschmerzen. Viele Betroffene berichten generell, dass die Beschwerden vor allem in frühen Erkrankungsstadien mal stärker und dann wieder weniger stark zu spüren sind. Mitunter spielen äussere Faktoren wie etwa körperliche Belastung oder auch das Wetter dabei eine Rolle.
Charakteristisch für die degenerative Gelenkerkrankung ist zum Beispiel, dass die Gelenke morgens nach dem Aufwachen steif sind. Anders als bei Gelenkproblemen, die auf eine Entzündung zurückzuführen sind (z. B. Rheumatoide Arthritis), hält die sogenannte Morgensteifigkeit bei Arthrose in der Regel über mehrere Minuten.
Vor allem in fortgeschrittenen Stadien des Gelenkverschleisses kann die Beweglichkeit des betroffenen Gelenks dann stark eingeschränkt sein. Manchmal treten dabei zusätzlich Schwellungen oder das Gefühl auf, dass bei der Bewegung etwas reibt oder knackt. Schmerzen können in diesem Stadium dauerhaft zu spüren sein.

Arthrose Diagnose
Um eine Arthrose festzustellen, führen wir in der Regel zuerst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen (Anamnese) und stellen verschiedene Fragen wie zum Beispiel:
- Was für Beschwerden haben Sie?
- Wo und wann treten diese Beschwerden vor allem auf?
- Wie lange haben Sie die Beschwerden schon?
- Leiden Sie an einer weiteren Erkrankung, vor allem an einer entzündlichen Gelenkerkrankung wie z.B. einer Rheumatoide Arthritits oder einer Gicht?
Danach untersuchen wir das betroffene Gelenk genauer. Die Patienten und Patientinnen müssen zum Beispiel das Gelenk bewegen oder auf und ab gehen, um mögliche Bewegungseinschränkungen und Auffälligkeiten im Gangbild festzustellen. Zudem prüfen wir, ob die Bewegung Schmerzen verursacht. Auch Schwellungen, Rötungen oder ein eventuell vorhandener Druckschmerz lassen sich mit der körperlichen Untersuchung erfassen. Wir prüfen auch, ob die Ursache der Schmerzen im Gelenk oder um das Gelenk im Bereich der Gelenkskapsel und Schleimbeutel entstehen.
Bildgebende Verfahren
Normalerweise können wir eine Arthrose bereits anhand der Symptome feststellen. Haben sie Zweifel an der Diagnose, können bildgebende Verfahren weiterhelfen. In der Regel reicht eine herkömmliche Röntgenuntersuchung aus, um typische Auffälligkeiten wie etwa einen schmalen Gelenkspalt oder Schäden am Knochen festzustellen.
Für eine genauere Untersuchung stehen zudem weitere Methoden zur Verfügung. Dazu gehören zum Beispiel ein Gelenkultraschall, die Magnetresonanz– und Computertomografie. Letztere liefern sehr genaue Bilder, die eine Arthrose auch im Frühstadium sichtbar machen können.
Blutuntersuchung
Eine Blutuntersuchung ist sinnvoll, um andere Gelenkerkrankungen auszuschliessen, die ebenfalls als Ursache für die Beschwerden infrage kommen. Bestimmte Blutwerte wie die Konzentration an Harnsäue, Entzündungswerte (z. B. C-reaktives Protein, Blutsenkungsgeschwindigkeit) oder der sogenannte Rheumafaktor können zum Beispiel auf eine Gicht oder eine Rheumatoide Arthritis hinweisen.
Arthrose Früherkennung
In der Regel wird eine Arthrose festgestellt, wenn der Knorpel schon irreparabel geschädigt ist. Es gibt auch einige Methoden zur Früherkennung. Diese Diagnose beruht auf Anamnese, klinischer Untersuchung und Bildgebung (meist Röntgen).
Arthrose vorbeugen
Es gibt keine direkten Massnahmen, um die Entwicklung einer Arthrose sicher zu verhindern. Sie können aber trotzdem einiges tun, um der Gelenkerkrankung zu verlangsamen:
- Regelmässige Bewegung: Wer sich regelmässig bewegt, tut auch viel für die Gesundheit seiner Gelenke. Achten Sie dabei auf Sportarten, welche die Gelenke nicht einseitig belasten. Gut geeignet sind zum Beispiel Radfahren, Nordic Walking oder Schwimmen.
- Übergewicht vermeiden: Übergewicht belastet die Gelenke zusätzlich. Versuchen Sie, überflüssige Kilos durch eine Ernährungsumstellung und regelmässige Bewegung zu verlieren.
- Fehlstellungen korrigieren: Leiden Sie an Fehlstellungen wie zum Beispiel X-Beine, sollten Sie diese möglicherweise orthopädisch korrigieren lassen. Das verhindert eine einseitige Belastung der Gelenke und kann dadurch das Risiko für eine Arthrose senken.
- Beim Sport nicht übertreiben: Bewegung tut den Gelenken gut, aber nur, wenn Sie nicht übertreiben. Beim Training gilt vor allem für Sportanfänger: Lieber mässig, aber regelmässig! So vermeiden Sie Überlastungen und Verletzungen, die das Entstehen einer Arthrose fördern können.
- Auf die Ernährung achten: Nahrungsmittel, die Entzündungen fördern können, sind vor allem Fleisch und tierische Fette. Diese sollte man ausgewogen geniessen. Das kann die entzündlichen Prozesse, die mit einer Arthrose einhergehen, positiv beeinflussen.
- Auf Alkohol und Zigaretten verzichten: Auch Alkohol und Nikotin können Entzündungen im Körper fördern. Daher sollte man Alkohol nicht übermässig trinken und auf Zigaretten möglichst ganz verzichten.
Verlauf und Prognose der Arthrose
Eine Arthrose verläuft bei jedem Erkrankten anders. So kann sie nur langsam Voranschreiten und immer mal wieder Probleme verursachen, die auch wieder verschwinden. Einige Betroffene spüren auch in fortgeschrittenen Krankheitsstadien nur sehr wenig von der Gelenkerkrankung, während andere sehr schnell sehr starke Beschwerden bekommen. Vor allem wenn Schmerzen auftreten, vermeiden viele Betroffene Bewegung. Dadurch können aber auch die Muskeln mit der Zeit schwach werden. Die Folge: Die Arthrose verschlechtert sich in der Regel, die Beweglichkeit im Gelenk nimmt noch mehr ab und die Instabilität kann zunehmen.
Im weiteren Verlauf können die Knochenenden im Gelenk teilweise oder ganz freiliegen. Dann kann es mit der Zeit zu Veränderungen am Knochen kommen, sodass die Beweglichkeit des Gelenks noch mehr eingeschränkt ist und die Betroffenen dauerhaft an Schmerzen leiden. Wenn die ungeschützten Gelenkflächen aneinander reiben, können Geräusche entstehen. Manchmal ist dieses Aneinanderreiben auch spürbar. In diesem Stadium der Arthrose kann dann oft nur noch ein Gelenkersatz die Beschwerden lindern.
Eine Arthrose lässt sich bis heute nicht heilen. Dennoch kann die richtige Behandlung das Fortschreiten der Gelenkerkrankung verzögern und den Verlauf positiv beeinflussen.
Selbsthilfegruppen
Der Austausch mit Gleichbetroffenen kann bei der Bewältigung einer Krankheit eine grosse Unterstützung sein. Beratung auf der Suche nach einer geeigneten Selbsthilfegruppe erhalten Sie bei Selbsthilfe Zürich. Selbsthilfe Zürich und das Universitätsspital Zürich sind Kooperationspartner im nationalen Projekt «Gesundheitskompetenz dank selbsthilfefreundlicher Spitäler».
Arthrose: Behandlung
Die Arthrosebehandlung zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, die Gelenkfunktion zu erhalten oder zu verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Da Arthrose nicht heilbar ist, stehen Symptomreduktion und die Steigerung der Lebensqualität im Vordergrund. Ein individueller, oft multimodaler Behandlungsplan berücksichtigt das betroffene Gelenk, Arthrosestadium, Beschwerden und persönliche Bedürfnisse. Man unterscheidet konservative (nicht-operative) und operative Massnahmen.
Konservative Therapieansätze: Die konservative Therapie ist die Basis und zielt auf Entlastung, Schmerzreduktion und Beweglichkeitsförderung. Wichtige Säulen sind:
- Patientenschulung und Beratung: Aufklärung über das Krankheitsbild und gelenkschonendes Verhalten zur positiven Beeinflussung des Verlaufs.
- Bewegungstherapie und Physiotherapie: Gezielte Übungen und gelenkfreundliche Sportarten (z.B. Schwimmen, Radfahren) kräftigen Muskeln, verbessern Beweglichkeit und lindern Schmerzen.
- Physikalische Therapie: Wärme-, Kälte-, Elektro- oder Ultraschalltherapie zur lokalen Schmerzlinderung.
- Gewichtsmanagement: Gewichtsreduktion bei Übergewicht entlastet die Gelenke und kann Schmerzen sowie das Fortschreiten der Arthrose mindern.
- Ergotherapie: Erlernen gelenkschonender Alltagsbewegungen und ggf. Anpassung des Umfelds.
- Orthopädische Hilfsmittel: Hilfsmittel wie Bandagen, Orthesen oder Gehhilfen stabilisieren, entlasten und lindern Schmerzen.
Medikamentöse Therapie: Medikamente dienen der Schmerz- und Entzündungsbekämpfung, angepasst an Intensität und Begleitumstände.
- Schmerzmittel (Analgetika): Zur symptomatischen Behandlung von Schmerzen.
- Entzündungshemmende Medikamente (z.B. NSAR): Oral oder lokal angewendet, reduzieren sie Schmerzen und Entzündungen. Eine ärztliche Überwachung bei Daueranwendung ist ratsam.
- Knorpelprotektive Medikamente: z.B. Chondroitinsulfat, können ebenfalls schmerzlindernd wirken.
- Intraartikuläre Injektionen: Injektionen mit Glukokortikoiden bei akut entzündlich aktiver Arthrose (z.B. geschwollenes, gerötetes und/oder überwärmtes Gelenk). Injektionen bei anhaltend chronische mechanisch dekompensierten Gelenken, z.B. mit Hyaluronsäure oder Eigenbluttherapie (PRP). Obwohl die Eigenbluttherapie nicht klar wissenschaftlich bewiesen ist, wurde oft eine positive Wirkung z.B. bei Kniearthrose beobachtet.
Operative Therapie: Bei unzureichender Wirkung konservativer Therapien und starker Einschränkung der Lebensqualität können Operationen erwogen werden. Ziel ist Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung. Das Spektrum umfasst gelenkerhaltende Eingriffe bis hin zum künstlichen Gelenkersatz (Endoprothetik).
Die Wahl der Therapie erfolgt individuell nach ärztlicher Beratung.
Details zu den Behandlungen
Häufig gestellte Fragen zu Arthrose
Arthrose ist nach derzeitigem medizinischem Stand nicht heilbar, da der bereits abgenutzte Gelenkknorpel nicht vollständig wiederhergestellt werden kann. Die Behandlung zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, die Gelenkfunktion zu verbessern oder zu erhalten und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
Arthrose ist eine durch Abnutzung bedingte, degenerative Erkrankung des Gelenks. Dabei steht der Verschleiss des Gelenkknorpels im Vordergrund. Durch die verminderte oder fehlende Knorpelfläche kommt es zu lokalen Reizzuständen im betroffenen Gelenk, was wiederum zu Beschwerden führen kann. Grundsätzlich können alle Gelenke davon betroffen sein, häufig tritt eine Arthrose im Kniegelenk, Hüftgelenk, an der Wirbelsäule oder an kleinen Fingergelenken auf.
Es gibt keine Lebensmittel, die Arthrose direkt verursachen oder heilen können. Eine ausgewogene, entzündungshemmende Ernährung, reich an Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen und Antioxidantien, kann jedoch helfen, Symptome zu lindern. Stark verarbeitete Lebensmittel, viel Zucker und ungesunde Fette können Entzündungen fördern und sollten eher gemieden werden.
Arthrose wird durch verschiedene Risikofaktoren begünstigt, darunter das Alter, genetische Veranlagung und das Geschlecht (Frauen sind häufiger betroffen). Übergewicht erhöht die Gelenksbelastung und kann eine Arthrose begünstigen, ebenso wie frühere Verletzungen, Entzündungen oder Fehlstellungen der Gelenke. Oft ist es eine Kombination von mehreren Faktoren, die schlussendlich zu einer Arthrose führen.
Die wirksamste Behandlung bei Arthrose ist meist ein multimodaler Ansatz, der Bewegungstherapie (Physiotherapie), gegebenenfalls Gewichtsreduktion, medikamentöse Schmerztherapie und entzündungshemmende Medikamente umfasst. In fortgeschrittenen Fällen können auch operative Massnahmen wie ein Gelenkersatz notwendig sein.
Es gibt keinen einzelnen Vitaminmangel, der ursächlich für Arthrose ist. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D und C sowie anderen Mikronährstoffen ist jedoch wichtig für die allgemeine Knochen- und Knorpelgesundheit und kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
Hauptsymptom einer Arthrose sind Schmerzen im betroffenen Gelenk, die vor allem bei Belastung oder auch nach längerer Ruhephase (sogenannte Anlaufschmerzen) auftreten. Weiter kann es zu einer Steifheit und Bewegungseinschränkung in den betroffenen Gelenken kommen. Im langfristigen Krankheitsverlauf kann es auch zu Deformierungen der Gelenke kommen.
Bei einer aktivierten Arthrose kann es ausserdem neben Schmerzen auch zu einer Rötung, Überwärmung und Schwellung des Gelenks kommen. Dabei handelt es sich um einen akuten Entzündungszustand in einem von Arthrose betroffenen Gelenk, was häufiger nach einer Überbelastung auftritt.
Die Diagnosestellung einer Arthrose beginnt mit einer ausführlichen ärztlichen Anamnese und Untersuchung. Weiter werden bildgebende Untersuchungen (Röntgen, Ultraschall, MRI) eingesetzt, um die Diagnose zu stellen. Bei einer aktivierten Arthrose kann ausserdem eine Gelenkspunktion und allenfalls auch eine Laboruntersuchung wertvolle weiterführende Informationen zur Diagnosestellung liefern.
Die Therapie einer Arthrose hängt vom Schweregrad und den individuellen Beschwerden der Patienten ab. Das Ziel der Behandlung ist eine Linderung der Schmerzen und Verbesserung der Lebensqualität. Um dies zu erreichen, kommen konservative Therapieansätze (Physiotherapie, körperliche Aktivität, Gewichtsreduktion), medikamentöse Behandlungen (Schmerzmittel, Gelenksinfiltrationen) oder bei fortgeschrittener Arthrose mit hohem Leidensdruck auch operative Eingriffe (Gelenksersatz, Versteifung) zum Einsatz.
Grundsätzlich gilt es starke und einseitige Belastungen der betroffenen Gelenke zu vermeiden. Eine angepasste, regelmässige körperliche Aktivität und gelenksschonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Walking sind bei Arthrose jedoch zu empfehlen. Hilfsmittel (wie zum Beispiel Bandagen) und Änderungen der Lebensweise können die Schmerzen lindern und die Belastbarkeit der betroffenen Gelenke wieder steigern.
Ein häufiges erstes Anzeichen von Arthrose sind Gelenkschmerzen, die insbesondere dann auftreten, wenn Sie sich nach einer Ruhepause – wie beispielsweise morgens direkt nach dem Aufwachen oder nach längerem Sitzen – wieder zu bewegen beginnen. Charakteristischerweise lassen diese anfänglichen Schmerzen wieder nach oder verschwinden ganz, sobald das Gelenk einige Zeit in Bewegung ist. Weitere frühe Symptome können eine kurze, morgendliche Gelenksteifigkeit (ein paar Minuten), Schmerzen bei Belastung des Gelenks, sowie ein hör- und/oder fühlbares Knirschen im Gelenk sein.
Der Krankheitsverlauf ist sehr individuell und hängt stark von verschiedenen Faktoren wie dem Alter, der Lokalisation der Arthrose und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. In den meisten Fällen kommt es zu einer langsamen Zunahme der Arthrose über die Jahre hinweg. Der Verlauf kann durch regelmässige, gelenksschonende körperliche Aktivität, Gewichtsnormalisierung, und einen gesunden Lebensstil positiv beeinflusst werden.
Nein, Arthrose und Spondylose sind nicht dasselbe, obwohl beide degenerative Erkrankungen sind. Arthrose bezeichnet den Knorpelverschleiss in den Gelenken. Spondylose ist eine Form der Arthrose, die auf die Lokalisation beschränkt ist. Der Begriff beschränkt sich auf die Wirbelsäule und den dort ablaufenden „degenerativen Prozess“. Dies kann sowohl die Wirbelkörper, Bandscheiben, Bandapparat als auch Facettenegelenke betreffen.
Arthrose ist der allgemeine Begriff für Gelenkverschleiss. Gonarthrose ist eine spezifische Form der Arthrose, die das Kniegelenk betrifft (griechisch „gon“ für Knie). Coxarthrose ist eine spezifische Form der Arthrose, die das Hüftgelenk betrifft (lateinisch „coxa“ für Hüfte).
Ja, Physiotherapie ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Arthrosebehandlung. Gezielte Übungen können helfen, die Muskulatur zu kräftigen, die Gelenkbeweglichkeit zu verbessern, Schmerzen zu reduzieren und die Gelenkfunktion zu erhalten.